Apple iPod nano lässt selbst die Konkurrenz aus dem eigenen Haus alt aussehen
Der „Haben-Will“-Faktor

Das hat es in der Handelsblatt-Redaktion so noch nicht gegeben. Direkt, nachdem sich die Ankunft des Musikspielers iPod nano in der Testredaktion herumgesprochen hatte, organisierten sich spontan kleine Pilgergruppen von iPod-Fans, um den Neuling aus Cupertino in Augenschein zu nehmen. Die Faszination iPod hat wahrlich nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt.

HB DÜSSELDORF. Das Objekt der Begierde ist wahlweise weiß oder schwarz, kleiner als eine Visitenkarte und vor allem flach. Die 4 Gigabyte große Festplatte des voluminöseren Vorgängers iPod mini wurde durch winzige Speicherchips mit gleicher Kapazität ersetzt.

Was den nano - im Gegensatz zu seinem wenig erfolgreichen kleinen Bruder "shuffle" - zum echten iPod macht ist neben dem hellen Farb-Display, vor allem das patentierte "Click-Wheel", mit dem sich gewohnt leicht durch die Menüs blättern lässt. Das wollen die Käufer sehen, wenn sie einen iPod kaufen.

Das Design ist puristisch edel, sowohl die hochglanzpolierte Frontpartie als auch das stabile Metallgehäuse machen einen wertigen und stabilen Eindruck. Trotzdem sollte man mit dem nano den "In-der-Hosentasche-Hinsetz-Test" lieber nicht machen. Vor allem, weil aus Platzgründen der Kopfhöreranschluss auf die Unterseite des Gehäuses gewandert ist. Der nano sollte also möglichst "upside down" in die Tasche wandern.

Trotz des vergleichsweise happigen Preises von 250 Euro ist die Ausstattung des nano, freundlich formuliert, spartanisch. Ein Netzteil - sonst kann der nano nur geladen werden, wenn ein PC in der Nähe ist - sucht man ebenso vergeblich wie die Tischstation oder eine noch so einfache Tragetasche, die den kratzempfindlichen Edelplayer vor unerwünschten Attacken - zum Beispiel von Autoschlüsseln in der Jackentasche - schützen würde. Für das dringendste Zubehör Netzteil, Tischfuß und Tasche müssen noch einmal 100 Euro über den Ladentisch gehen. Aber Premium-Preise sind Apple-Fans ja gewohnt.

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