Apple setzt auf Eventpräsentationen
Neues iPhone kommt angeblich im Juni

Bislang war die Präsentation des neuen iPhones von Apple offiziell für das Jahresende vorgesehen. Nun verdichten sich die Hinweise, dass Apple-Chef Steve Jobs das neue Gerät schon in wenigen Wochen vorstellen wird.

HB DÜSSELDORF. Der Technologie-Blog  gizmodo.com berichtet am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise, dass Apple das neue 3G iPhone schon am 9. Juni 2008 auf seinem jährlichen hauseigenen Entwickler-Forum Worldwide Developer Conference (WWDC) in San Francisco vorstellen wird. Im Internet gibt es seit Monaten Spekulation um das Datum, weil das aktuelle iPhone zuletzt mancherorts nicht mehr verfügbar war. Eine offizielle Bestätigung von Apple gibt es nicht.

Beim Launch des neuen iPhones setzt Apple laut gizmodo auf Eventspräsentationen mit Partner. In Spanien etwa kooperiere Apple mit Netzbetreiber Telefonica und wolle dort das neue Produkt am 18. Juni bei einer Telefonica-Neueröffnung auf Madrids vornehmen Einkaufsmeile La Gran Vía auf den Markt bringen. Weitere derartige Aktionen seien für ganz Europa vorgesehen. Der größte Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom hatte vor einigen Tagen ebenfalls angekündigt, in diesem Jahr das iPhone von Apple herauszubringen.

Zuletzt hatten Lieferengpässe für Apples iPhone in den USA und Großbritannien in der Branche erneut Gerüchte um einen baldigen Nachfolger geschürt. Das populäre Handy des Computer- und iPod-Herstellers ist in dessen Online-Shops in den USA und Großbritannien nicht mehr verfügbar. Marktbeobachter schließen daraus, dass sich das Unternehmen mit dem Ausverkauf der Lagerbestände auf den Marktstart eines Nachfolgemodells vorbereitet. Auch bei früheren Einführungen neuer Produkte hatte das Unternehmen zuvor seine Bestände verkauft. Beobachter werten auch die Tatsache, dass Apple Chef Steve Jobs auf der WWDC die Einführungsrede (Keynote) halten wird als Indiz dafür, dass dort ein mögliches neues iPhone vorgestellt wird.

Apple war mit seinem iPhone erstmals vergangenen Sommer in den Telekommunikations-Markt eingetreten. Bis Ende März hatte das Unternehmen bereits 5,4 Millionen Geräte weltweit verkauft - das ist mehr als die Hälfte dessen, was sich Apple für Ende 2008 vorgenommen hat. Unterdessen wächst allerdings auch die Konkurrenz. In Sachen Bedienkomfort und Design haben viele Hersteller von Apple gelernt.

So hatte der taiwanesische Hersteller HTC in der vergangenen Woche sein neues "HTC Touch Diamond" genanntes Smartphone angekündigt, das ähnlich wie das iPhone über ein berührungsempfindliches Display verfügt, als Betriebssystem Microsofts neues Windows Mobile 6.1 nutzt und bereits den schnellen Datenzugriff über UMTS unterstützt. Auch der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) rüstet sich für Apples iPhone der nächsten Generation. Vergangenen Montag kündigte das kanadische Unternehmen für den Sommer ein neues Top-Modell mit UMTS an. Während die Blackberrys wegen ihrer E-Mail-Unterstützung bislang vorwiegend in Unternehmen und Behörden zum Einsatz kamen, will das Unternehmen nun verstärkt auch Privatkunden gewinnen und sich somit gegen den Konkurrenten Apple behaupten.

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