Apples iPhone
Mobiles Flaggschiff

Erst im Oktober, statt wie bisher geplant im Juni, bringt Apple sein Betriebssystems „Leopard“ auf den Markt. Der Grund: Dem kalifornischen Unternehmen fehlen die Programmierer. Sie sollen sich erst einmal um ein wichtigeres Projekt kümmern. Denn von diesem hängt maßgeblich die Zukunft des kalifornischen Unternehmens ab.

DÜSSELDORF. „Das Leben fordert oft Kompromisse“, heißt es in einer Erklärung des kalifornischen High-Tech-Unternehmens Apple. Konkret bedeutet das: Die Einführung der nächsten Version des Apple-Betriebssystems MacOS wird verschoben. Erst im Oktober, statt wie bisher geplant im Juni, soll das System mit dem Namen „Leopard“ auf den Markt kommen. Der Grund: Dem kalifornischen Unternehmen fehlen die Programmierer. Und ganz oben auf der Prioritätenliste von Apple steht im Moment das Mobiltelefon iPhone. Um dessen pünktliche Markteinführung zu sichern, hat das Unternehmen Entwickler aus dem „Leopard“-Projekt“ abgezogen.

Für Apple ist das neue iPhone ein Prestige-Objekt, darin sind sich Experten einig. Die Prioritätensetzung von Apple sei richtig. Schließlich sei der Markt sehr dynamisch, High-Tech-Unternehmen müssten schnell reagieren: „Leopard“ ist lediglich das sechste Update seit der Einführung von Mac OS X im Jahr 2001, das iPhone etwas völlig neues. Hinzu kommt, dass künftige Anwender und Analysten die Entwicklung des Telefons mit großer Aufmerksamkeit beobachten.

Ende Juni sollen die ersten iPhones in den US-amerikanischen Läden liegen, die Europäer müssen noch bis Ende des Jahres warten. Viel Zeit lassen kann sich Apple ohnehin nicht: Microsoft hat schon angekündigt, ein Handy auf der Basis seines Musikgeräts Zune herausbringen zu wollen.

In Bankkreisen hieß es, die Markteinführung des iPhone-Mobiltelefons werde über die Zukunft des kalifornischen Unternehmens entscheiden. Eine Verschiebung des Starttermins sowie Qualitäts- oder Bedienungsprobleme könne sich Apple nicht leisten. Die verspätete Markteinführung von „Leopard“ ist allerdings nicht unbedingt problematisch: Zwei neue Produkte zum gleichen Zeitpunkt einzuführen, ist nicht sinnvoll. Auf jeden Fall werde sich aber der Absatz-Anstieg verzögern, der üblicherweise einer neuen Version von OS X folge, sagt Tim Bajarin von Creative Strategies. Allerdings glaubt er auch, „dass die Auswirkungen eher vernachlässigbar sein werden.“

Zumindest einen ersten Eindruck in „Leopard“ will Apple der Mac-Community schon mal geben: Die Teilnehmer einer fünftägigen Entwicklerkonferenz ab 11. Juni in San Francisco sollen eine vorläufige Version erhalten. Das neue System soll unter anderem eine neuartige integrierte Lösung zur Datensicherung („TimeMachine“) enthalten, die selbstständig geänderte Dateien archiviert. Außerdem soll die neue Funktion ermöglichen, dass versehentlich gelöschte Dateien leicht wiederhergestellt werden können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%