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Dealen Sie mit Daten!

Mit unseren persönlichen Daten werden Milliarden verdient, nur wir selbst sehen keinen Cent davon. Citizen.Me will das ändern und Nutzern dabei helfen, ihr eigener Datenbroker zu werden.
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„Citizen.Me“: Die App macht Sie zum Händler Ihrer persönlichen Daten. Quelle: Handelsblatt Live

„Citizen.Me“: Die App macht Sie zum Händler Ihrer persönlichen Daten.

New YorkErfahren Werber, dass eine Frau schwanger ist, geht ein unerbittlicher Krieg um sie los. Sie ist jetzt Power-Konsumentin. Sie begibt sich in ein Jahre dauerndes, vorhersehbares Konsummuster. Da ist richtig viel Geld zu holen - eine schwangere Frau ist fünfzehn Mal mehr wert als Sie.

Da zahlen Werber dann gerne auch etwas mehr. Und alle verdienen – nur die Frau nicht. Die Daten-Broker verdienen mit dem Verkauf der Information, die Firmen, wenn sie ihr damit erfolgreich Windeln, Kinderwagen und Babynahrung andrehen.

Das Beispiel stammt aus einem Experiment der amerikanischen Soziologieprofessorin Janet Vertesi und zeigt den miesen Deal, in den wir alle hineingerutscht sind: Mit unseren Daten werden Milliarden gemacht, nur wir sehen keinen Cent davon.

Zehn Apps, die besser sind als die Apple-Variante
Earphones are seen on top of a smart phone with a Spotify logo on it, in Zenica
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Spotify statt Apple Music App

Apples Musik-App ist gut für alle Lieder, die der Nutzer über iTunes bereits erstanden hat. Um jedoch neue Musik anzuhören, lohnt sich die App von Spotify. Über den Streamingdienst lassen sich Lieder kostenfrei anhören - sofern die Internetverbindung stabil ist. Gegen einen Aufpreis von 9,99 Euro im Monat können Songs auch auf das Gerät heruntergeladen werden.

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Facebook will WhatsApp kaufen
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WhatsApp statt "Nachrichten"

Der Kurznachrichtendienst WhatsApp (Teil des Facebook-Imperiums) steht dem Apple-Messanger in nichts nach. Im Gegenteil: Da das Programm internetbasiert funktioniert, kann geräteübergreifend kommuniziert werden. Die vorinstallierte Apple-App lässt nur Chats mit Nutzern von iPhones und iPads zu.

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«Google Maps»
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Google Maps statt der Apple-Karten

Bei der Einführung der Apple-Karten mit dem iPhone 5 hatte das Unternehmen mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Seitdem hat sich der Dienst zwar deutlich verbessert. Doch das Google-Produkt ist immernoch um einiges ausgefeilter. Die angezeigten Fahrtrouten sind präziser. Außerdem werden auch Fahrtrouten mit öffentlichen Verkehrsmitteln angezeigt.

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Evernote
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Evernote statt Notes

Die Funktionen der Apple-App "Notes" halten sich nach wie vor in Grenzen. Außer dem Schreiben kleiner Notizen bietet sie kaum Optionen an. Evernote hingegen speichert nicht nur kleine Schriftstücke. Über die App lassen sich auch Audio- und Videodateien herunterladen und alle Informationen auf anderen Geräten ablegen - Cloudlösung sei Dank.

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Impala-Screenshot
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Impala statt der Apple Foto-App

Wer seine Smartphone-Fotos individuell sortieren möchte, sollte sich die App Impala einmal genauer anschauen. Die App scannt die Fotos und organisiert sie automatisch. Dabei greift die App nicht nur auf Geo-Daten zu. Sie erkennt anhand des Motives, ob es sich um Bilder aus einer Kategorie handeln müsste.

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Dark Sky-Screenshot
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Dark Sky statt Apple Wetter-App

Die Apple Wetter-App zeigt nur einzelne Orte und die ungefähre Wetterentwicklung für den laufenden und die kommenden Tage. Deutlich detaillierter gibt "Dark Sky" Auskunft. Bis auf die Minute sagt die App Niederschläge voraus (mal mehr und mal weniger genau). Außerdem liefert Dark Sky imposante Karten, auf denen in Echtzeit Wetterentwicklungen verfolgt werden können. Der Nutzer sieht den aufziehenden Sturm also auf der App, ehe er da ist.

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Addappt-Screenshot
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Addappt statt Apples "Kontakte"

Es gibt kaum etwas Nervigeres, als die manuelle Pflege des Adressbuchs auch dem iPhone. Bei Apple muss noch jede neue Telefonnummer manuell eingespeichert werden. Eine Lösung für das Problem könnte die App Addappt sein. Dafür müssen die eigenen Freunde allerdings auch die Anwendung heruntergeladen haben. Wer dann innerhalb seiner App die eigenen Kontaktinfos aktualisiert, spielt sie automatisch auf das iPhone des Netzwerks.

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Citizen.Me will das ändern. Und hat deshalb vergangene Woche in einem ersten Schritt eine iPhone-App herausgebracht, eine Android-App soll im August folgen. „In einem ersten Schritt wollen wir darauf aufmerksam machen, was mit unseren Daten gemacht wird, und wie Geld verdient wird“, sagte mir der Erfinder der App, StJohn Deakins in einem Skype-Gespräch.

Farbige Kreise und ein Psycho-Test

Das zeigt mir die App in einer Reihe von farbigen Kreisen mit den Logos der Online-Dienste. Interne Anwälte haben die AGB von Dutzenden Firmen, darunter Facebook, Google und Twitter, analysiert und in leicht verständliche Sprache übersetzt. Zusammen mit der Cambridge Universität ist ein Psycho-Test entstanden, der zeigen soll wie Datenbroker uns sehen.

Aber erstmal zu den AGB: Twitter, lese ich da, warnt mich nicht, wenn es die AGB ändert. Es wird einfach geändert. Andere — Google beispielsweise — geben mir Vorlauf, und lassen mich entscheiden, ob ich mitmachen will. Twitter nicht, steht da vor rotem Hintergrund. Darunter, ein Protestknopf. „Nein, das finde ich nicht verhältnismäßig“, steht da zur Auswahl und ich tippe auf den Knopf.

Ein kathartischer Moment. Endlich kann man etwas tun. Das mag erstmal wenig nützen. Aber: „Wir können damit Sichtbarkeit schaffen“, sagte Deakins, „und eine Gemeinschaft, mit denen wir den Unmut zeigen können“. Und der Unmut wächst, wenn man einer Studie der Berater von Ernst & Young glaubt.

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