Auch Sony Ericsson übertrifft die Erwartungen
Siemens verkauft 35 Prozent mehr Handys

Siemens hat den Absatz von Mobiltelefonen im vierten Quartal 2003 um 35 % auf über 15 Millionen Geräte gesteigert und übertrifft damit die Markterwartung.

wsj/hst LONDON/STOCKHOLM. Die Zahl, die am Donnerstag offiziell bekannt gegeben werden soll, bringt die Münchner näher an den Branchenzweiten Samsung heran, der mit 15,5 Millionen Handys im vierten Quartal 34 % mehr verkauft hat als im Vorjahresquartal. Marktführer Nokia verkaufte 55,3 Millionen Geräte (plus 20 %). Motorola wird seine Zahlen heute veröffentlichen.

Unterdessen konnte der schwedisch-japanische Handyhersteller Sony Ericsson (Nummer fünf am Weltmarkt) zum zweiten Mal seit seiner Gründung im Oktober 2001 einen Quartalsgewinn präsentieren und prognostizierte für 2004 ein 10 %-iges Wachstum des globalen Handy-Markts. Das Unternehmen rechnet nun mit etwa 517 Millionen verkaufter Handys in diesem Jahr.

Trotz dieser positiven Signale sehen Analysten das Joint Venture aber noch nicht außerhalb der Gefahrenzone. Sony Ericsson setzte im vierten Quartal 2003 insgesamt 1,44 Mrd. Euro um. Das waren 16 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn betrug 46 Mill. Euro gegenüber einem Verlust von 69 Mill. Euro im Vorjahresquartal.

Trotz des gestiegenen Umsatzes hat Sony Ericsson nach Aussage der Telekom-Analystin Helena Nordman-Knutson Marktanteile verloren: "Der globale Marktanteil von Sony Ericsson ist nach unseren Berechnungen leicht gesunken. Um wachsen zu können, muss Sony Ericsson einen neuen Kooperationspartner finden", sagt die Analysten von Öhman Equities in Stockholm. Sie errechnet für Sony Ericsson einen Weltmarktanteil von etwa 5,5 %. "Im dritten Quartal lag er noch bei rund 6 %", sagt sie und bezweifelt, dass Sony Ericsson diesen Anteil aus eigener Kraft deutlich erhöhen kann.

Doch trotz der Skepsis übertraf Sony Ericsson mit der Jahresbilanz und den Zahlen für das vierte Quartal die Erwartungen der meisten Analysten. Die Aktie legte zeitweise rund 3 % zu.

Insgesamt lieferte Sony Ericsson im vergangenen Jahr 27,2 Mill. Handys aus, 19 % mehr als 2002. Gegen Ende des Jahres kämpfte der Konzern allerdings mit Lieferengpässen, da die Nachfrage nach den im vierten Quartal präsentierten Modellen größer war als erwartet. Der Jahresumsatz stieg um 12 % auf 4,7 Mrd. Euro. Trotz schwarzer Zahlen im dritten und vierten Quartal 2003 verbuchte der Konzern einen Gesamtjahresverlust von 130 Mill. Euro.

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