Blackberry-Ausfall
RIM will Nutzer mit Gratis-Apps besänftigen

Nach den jüngsten weltweiten Blackberry-Pannen bietet Hersteller Research In Motion (RIM) seinen Kunden als Wiedergutmachung kostenlose Apps an.
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WaterlooDie gesamte Auswahl an Premium-Anwendungen stehe ab Mittwoch bis Jahresende zum Herunterladen zur freien Verfügung, kündigte der kanadische Smartphone-Konzern am Montag an. Daneben erhielten Firmenkunden umsonst einen Monat technische Unterstützung. Konzern-Co-Chef Mike Lazaridis versprach zudem, dass RIM alle nötigen Schritte ergreifen werde, um künftig solche Verbindungsstörungen zu vermeiden. In der vorigen Woche hatten technische Probleme bei RIM zu massiven Netzausfällen geführt. Millionen Nutzer konnten mehrere Tage nicht auf das Internet zurückgreifen und keine E-Mails abrufen. Das Unternehmen machte einen Datenstau nach einer technischen Umstellung dafür verantwortlich.

Ursache der weitreichenden Panne war nach Angaben von RIM der Ausfall eines Rechnerknotens in Großbritannien westlich von London.

Von dem Zwischenfall waren nach Angaben von RIM Dienste in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, Indien, Brasilien, Chile und Argentinien betroffen. Die Probleme weiteten sich am Mittwoch auch auf Kanada und die USA aus, wie RIM in einer in Montréal veröffentlichten Erklärung einräumte. Infolge des Netzwerk-Ausfalls sei ein Daten-Rückstau von E-Mails und Nachrichten aus Europa entstanden.

Das technische Problem beim Blackberry-Service wurde dem Hersteller zufolge gelöst. RIM-Gründer Mike Lazaridis entschuldigte sich vergangene Woche bei den betroffenen Blackberry-Kunden: „Wir haben zwölf Jahre dafür gearbeitet, Ihr Vertrauen zu gewinnen, und wir werden alles dafür tun, es wiederzugewinnen“, sagte er. Er wies jedoch darauf hin, dass die Verfügbarkeit der Blackberry-Dienste in den vergangenen 18 Monaten bei 99,97 Prozent gelegen habe.

Bei dem vor allem bei Geschäftskunden beliebten Smartphone-Hersteller gab es schon in der Vergangenheit Pannen, jedoch nicht so flächendeckend. RIM hat weltweit 70 Millionen Kunden und konnte in den vergangenen Jahren vor allem in Schwellenländern zulegen. Allerdings setzt dem Konzern die starke Konkurrenz wie etwa Apple mit seinem Verkaufsschlager iPhone mächtig zu. RIM senkte bereits mehrfach seine Geschäftsprognosen. Zudem streicht das Unternehmen derzeit etwa jede zehnte Stelle.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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