Blackberry war Vorreiter
Mobiles Mailen steigert Produktivität

Der Blackberry war Vorreiter bei E-Mail-Anwendungen für Handys - andere Anbieter wie Microsoft und Nokia ziehen jetzt nach.

BERLIN. Mit dem Handy elektronische Briefe zu empfangen und zu verschicken, wird sich vor allem bei Business-Nutzern weiter verbreiten. „Schätzungen zufolge gibt es weltweit rund 650 Millionen Business-Mail-Nutzer und die Nachfrage nach einem vollwertigen mobilen E-Mail-Zugriff wächst rapide“, sagt Martin Winkler, Marketingchef bei Sony Ericsson Deutschland. Denn die Mitarbeiter sollen auch unterwegs und während der Reisezeiten nicht nur erreichbar sein, sondern diese Zeiten auch nutzen. „Bis 2008 wird mobile E-Mail-Nutzung die Arbeitsproduktivität um mindestens zehn Prozent steigern", prognostiziert Monica Basso, Analystin bei Gartner.

Die meisten Mobiltelefone und Personal Digital Assistants (PDA) haben heute bereits ein E-Mail-Programm installiert. Aber die Mails müssen zunächst vom Unternehmensserver auf das Gerät gelangen. Dies geschieht meist über einen E-Mail-Push-Dienst. Er leitet die Post, sobald sie im Brieffach eintrifft, automatisch an das mobile Gerät weiter. Research in Motion (RIM) war mit dem Blackberry Vorreiter bei Push-Mail. 1999 startete RIM in den USA, seit September 2001 sind die Geräte auch in Europa erhältlich. Nach Unternehmensangaben gibt es mehr als fünf Millionen Blackberry-Nutzer weltweit. Vodafone, T-Mobile und O2 bieten in Deutschland Blackberrys an. Mittlerweile lässt sich die Technologie auch in andere Telefone und PDA integrieren.

Blackberry-Dienste – neben Mails auch Sprache, SMS, Kalender, Internet- und Intranet-Browsing - kann ein Unternehmen zum einen über seinen Mobilfunknetz-Betreiber nutzen. Zum anderen kann es die Blackberry Enterprise Solution, einen Server, hinter seiner Firewall installieren. Der mobilisiert die elektronische Post – egal, ob sie über Microsoft Exchange, IBM Lotus Domino, Novell Groupwise oder andere Server läuft.

Doch ist Blackberry nicht der einzige Anbieter von Push-Mail. Seit ein paar Monaten ist beispielsweise auch Microsoft auf diesem Markt präsent. Das Messaging and Security Feature Pack für Windows Mobile 5.0 lässt sich leicht auf bestehende Exchange-Mailserver installieren. Zusätzliche Server, Services von Drittanbietern oder Middleware sind nicht nötig. Handys und PDA mit dem Betriebssystem Windows Mobile 5.0 können über die mobile Outlook-Version Daten empfangen und versenden. Viele Gerätehersteller unterstützen nicht nur dieses Betriebssystem, sie nähern sich auch dem Blackberry-Design an – beispielsweise das Motorola Q, Palm Treo und Nokia E61. Sie alle sind etwas breiter als ein normales Handy, haben ein relativ großes Display und darunter eine Mini-Schreibmaschinentastatur – die Eingabe von Mails funktioniert damit recht komfortabel.

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