Bluejacking
Nachrichten verunsichern Handybesitzer

Immer mehr Handynutzer werden von Nachrichten verschreckt, die wie von Geisterhand auf ihrem Bluetooth-Handy landen.

HB/hsn DÜSSELDORF. Die Nachrichten sind so formuliert, dass der Eindruck entsteht, es handele sich um einen neuen Virus, der das Mobiltelefon befallen habe. „Wenn man noch nie etwas von Bluejacking gehört hat, kann das ein ziemlicher Schock sein“, sagt Gernot Hacker, Spezialist für Computerviren bei Sophos.

Bluejacking nutzt die Funkübertragung per Bluetooth, die inzwischen in vielen neueren Mobiltelefonen integriert ist. Durch Bluetooth können Handys über neun Meter hinweg direkt miteinander kommunizieren. Sobald die Bluetooth-Funktion aktiviert ist, macht sie automatisch andere Bluetooth-Handys in der Umgebung ausfindig und versucht, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Diese Übertragungstechnik wird nun verstärkt von Scherzbolden genutzt, die ihre Nachbarn erschrecken wollen. Jedes Bluetooth- Handy kann solche unerwarteten Nachrichten empfangen. Dazu muss der Absender noch nicht einmal die Telefonnummer des Handy kennen.

Weil die Nachrichten von Jemandem verschickt werden, der sich in der Umgebung des Empfängers aufhält, können die Mails auch persönliche Informationen über das Erscheinungsbild des Unwissenden und dessen momentane Umgebung enthalten. „So kann der Empfänger schnell auf die Idee kommen, dass er beschattet wird“, sagt Hacker, der erwartet, dass sich die Unsitte noch weiter ausbreitet.

Die Nutzer können sich gegen diese Bluetooth-Angriffe nur schützen, indem sie ihre Bluetooth-Funktion deaktivieren, wenn sie diese nicht benötigen.

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