Bluetooth KFZ-Set Nokia 610
Formschön und teuer

Neue Handys gibt es wie Sand am Meer. In allen möglichen und unmöglichen Formen und Farben. Das ist witzig und macht Spaß. Weniger witzig ist, dass Favoriten und Formen so schnell wechseln, dass manche Handyhersteller aufgegeben haben, passendes Zubehör zu entwickeln. Nicht selten wird es pflichtschuldigst angekündigt, findet aber nie wirklich den Weg in den Handel. Traurige Beispiele sind attraktive und abgestimmte Autofreisprechanlagen.

HB DÜSSELDORF. Also landet das teure asiatische Designer-Stück nicht selten selbst in gehobenen Mittelklasse-Limousinen in einer 19,95-Euro-Plastikklemme aus dem Baumarkt. Mit Hafties ans Armaturenbrett gepappt, einem Stecker im Zigarettenanzünder und Antennenkabel im Fensterspalt. Oder der mutige Kommunikationsjunkie lässt es gleich sein und riskiert ein Pünktchen in Flensburg oder zwei. No risk - no fun.

Eine löbliche Ausnahme ist Nokia. Das neue Bluetooth KFZ-Set Nokia 610 verschwindet nicht nur unsichtbar hinter dem Armaturenbrett, es bietet zudem viel Komfort und Nutzwert. An vielen Kleinigkeiten merkt man, dass sich die Finnen Zeit gelassen haben bei der Entwicklung. Allerdings ist der Spaß nicht billig. Fast 400 Euro wechseln den Besitzer, Einbau und Antenne kommen noch oben drauf.

Dafür gibt es Technik vom Feinsten. Das gut ablesbare Minidisplay findet sicher in jedem Auto einen unauffälligen Platz im Blickfeld des Fahrers, die Bedienungseinheit ist auf ein Minimum geschrumpft - vier Knöpfe sowie ein Dreh-Drückrad ("Navi-Wheel") - und macht sich gut auf Mittelkonsole oder Armaturenbrett.

Das Car-Kit kann mit einer eigenen SIM-Karte als vollwertiges Nokia-Autotelefon betrieben werden, was den hohen Preis erklären hilft. Der Pfiff ist aber der Bluetooth-Betrieb zusammen mit einem der - leider noch sehr wenigen - kompatiblen Mobiltelefone. Nach Einschalten der Zündung übernimmt das 610 die Daten der Telefon-SIM-Karte, das Adressbuch, die SMS-Eingänge und schaltet das Handy, das ruhig in der Aktentasche im Kofferraum liegen bleiben kann, in einen Sparmodus. War das Gerät schon einmal als berechtigt eingeloggt, sind keine weiteren Einstellungen nötig. Aus Sicherheitsgründen kann das Gerät aber auch die Eingabe des Pincodes jedesmal erneut verlangen.

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