Bommender Markt
Billig-Handys locken neue Hersteller

Der boomende Markt für Niedrigpreis-Handys lockt neue Hersteller: Sony Ericsson gab gestern die gemeinsame Entwicklung von Niedrigpreis-Handys mit dem kleinen französischen Konkurrenten Sagem bekannt – und hat ehrgeizige Ziele.

hst STOCKHOLM. Das 2001 gegründete Joint Venture von Sony und Ericsson konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten vor allen Dingen mit teuren Multimedia-Telefonen einen Namen machen. Mittlerweile ist Sony Ericsson mit einem Weltmarktanteil von rund neun Prozent die Nummer vier hinter Branchenprimus Nokia aus Finnland, dem US-Konzern Motorola und Samsung aus Südkorea. Sony Ericsson hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren zu den drei größten Handy-Herstellern der Welt aufzustoßen.

Deshalb will das Unternehmen zusammen mit Sagem auch Einsteiger-Handys in der Preisklasse 50 bis 100 Euro entwickeln und fertigen. Die Geräte werden unter dem Markennamen Sony Ericsson ab Ende des Jahres angeboten. Hauptsächlich sind sie für die Märkte in Schwellenländern wie China und Indien gedacht. Mit der Zusammenarbeit mit der angeschlagenen Sagem dringt Sony Ericsson erstmals in ein Segment vor, das bislang Nokia und Motorola dominieren. Während Motorola erst vergangene Woche wegen gesunkener Margen mit einer Gewinnwarnung die Märkte schockte, verdient Nokia wegen seiner hohen Produktionszahlen auch mit Einsteigermodellen viel Geld. Die Finnen gaben gestern bekannt, dass sie in Rumänien für rund 60 Mill. Euro ihr elftes ausländisches Werk bauen. Dort wollen sie von 2008 an Handys für Afrika, den Nahen Osten und Europa fertigen.

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