Boomjahre sind vorbei
Deutscher Handymarkt stagniert erstmals

Die Boomjahre auf dem deutschen Handymarkt sind aus Branchensicht vorbei. Nach rasanten Zuwächsen zeichnet sich für 2006 und 2007 erstmals nur noch ein stagnierender Umsatz von je 3,9 Milliarden Euro ab, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) am Freitag mitteilte.

dpa BERLIN. Beim Absatz von Mobiltelefonen sei in diesem Jahr noch mit einem Plus von zwei Prozent auf 32 Mill. Stück zu rechnen. Bei Mobilfunkdiensten dürfte noch ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 23,9 Mrd. Euro zu erwarten sein. Der Konkurrenzkampf laufe zunehmend über den Preis.

"Das Handy-Geschäft pendelt sich derzeit auf einem hohen Niveau ein", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Die hohe Dynamik der vergangenen Jahre mit Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich sei aber erst einmal vorbei. Zwar habe inzwischen rechnerisch jeder Bundesbürger ein Handy. In anderen europäischen Ländern gebe es aber schon eine Tendenz zu Zweit- und Drittverträgen. Impulse erhofft sich die Branche aus technischen Weiterentwicklungen etwa bei Displays und eingebauten Kameras sowie neuen Funktionen.

Beim Herunterladen von Klingeltönen oder Spielen auf das Handy soll es für Kunden künftig mehr Transparenz geben. An diesem Sonntag setzen die Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 sowie 24 Inhalte-Anbieter dafür eine Selbstverpflichtung in Kraft, wie Bitkom mitteilte. Vor dem Abschluss eines Abo-Vertrags sollen Kunden demnach eine SMS mit dem Preis bekommen, die nochmals beantwortet werden muss. Abos sollen per SMS kündbar sein. Verbraucherschützer warnen, dass sich vor allem Kinder und Jugendliche leicht mit Handys verschulden. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Klingeltöne und Lieder im Wert von 103 Mill. Euro auf Handys geladen.

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