Bose Soundsport Pulse im Test: Kräftige Klänge für kräftige Sportler

Bose Soundsport Pulse im Test
Kräftige Klänge für kräftige Sportler

Kabellos, guter Klang und eingebaute Herzfrequenzmessung: In-Ear-Headphones wie die Soundsport Pulse sind für bestimmte Sportarten eine sinnvolle Alternative zur Fitnessuhr. Wir haben die Kopfhörer von Bose ausprobiert.
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BerlinMein erster Gedanke beim Auspacken der Soundsport Pulse: Das kannst du vergessen – so groß und schwer wie die Dinger sind, halten sie bei dir keine Minute. Was Earpods angeht, bin ich nämlich ein Problemkunde. Selbst die klassischen Originalstöpsel von Apple flutschen bei mir auf jedem Spaziergang nach ein paar Metern aus dem Ohr.

Also habe ich die Pulse von Bose sehr skeptisch aus der Packung genommen, sie eher lustlos in die Lauscher gedrückt, ein bisschen daran herumgedreht und siehe da: Die Dinger sitzen auf Anhieb. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so schnell ein Erfolgserlebnis mit einem neuen Produkt hatte.

Bei den Soundsport staune ich immer noch bei jedem Tragen über den festen Sitz, dabei verwende ich die In-Ear-Headphones nun schon richtig lange. Im Oktober 2016 sind sie in Deutschland auf den Markt gekommen, seitdem greife ich freiwillig zu keinem anderen Kopfhörer. Das relativ hohe Gewicht von insgesamt 23 Gramm erklärt sich daher, dass neben den Lautsprechern auch ein Sender und Empfänger für Bluetooth-LE-Verbindungen, ein optischer Sensor zur Messung des Pulses und ein Akku eingebaut sind.

Noch genauer sind nur Brustgurte

Wer sich jetzt fragt, welchen Vorteil die Pulsmessung am Ohr hat: Sie funktioniert bei bestimmten Sportarten besser als die Messung am Handgelenk. Wer etwa Krafttraining, sonstiges Gerätetraining oder Crosstraining macht und dabei viel die Arme hebt oder bewegt, bekommt mit den optischen Sensoren am Handgelenk kaum sinnvolle Herzfrequenzdaten, weil der Puls am Ende der Extremitäten nicht so gleichmäßig ist wie beim Laufen oder Wandern.

Noch genauer sind dann nur Brustgurte, bei denen der Puls nicht über das – vereinfacht gesagt – optische Abtasten der Haut und Äderchen, sondern durch das Abgreifen des elektrischen Impulses des Herzens selbst erfasst wird.

In der Praxis habe ich in der Ruhe sowie beim Laufen oder Spazierengehen zwischen den Soundsport Pulse und meiner Armbanduhr mit optischer Messung kaum einen Unterschied bemerkt. Im Fitnessstudio an den Geräten lagen dann aber Welten zwischen den Ergebnissen: Wer Gewichte in die Höhe stemmt, kriegt mit den Kopfhörern noch recht glaubwürdige Daten, mit meiner Fitnessuhr beim derzeitigen Stand der Technik so gut wie immer nichts.

Bei anderen Sportarten sind dafür die Uhren im Vorteil, etwa beim Fahrradfahren. Das ist zwar – anders als vielfach behauptet – auch mit Kopfhörern erlaubt, stellt aber ein gewisses Risiko dar. Und beim Schwimmen sind die Soundsport Pulse natürlich gar nicht zu gebrauchen.

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