Branchenleitmesse „3GSM“ startet heute in Cannes: Festnetz und Mobilfunk wachsen zusammen

Branchenleitmesse „3GSM“ startet heute in Cannes
Festnetz und Mobilfunk wachsen zusammen

Auf der am Montag in Cannes beginnenden Leitmesse „3GSM“ bereitet sich die Mobilfunkbranche auf das bevorstehende Zusammenwachsen von Mobilfunk und Festnetz vor. Für Netzausrüster wie Nortel Networks, Nokia, Alcatel und Ericsson steht der Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur im Vordergrund.

tnt CANNES. Moderne Endgeräte, die mehrere Funksysteme unterstützen, und neue Netztechnologie machen es in absehbarer möglich, dass Telefonkunden mit ihren Endgeräten ohne Unterbrechung zwischen Festnetz und Mobilfunk wechseln werden. Für Netzausrüster wie Nortel Networks, Nokia, Alcatel und Ericsson steht deshalb der Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur im Vordergrund.

Darüber hinaus zeigen die Handy-Hersteller wie Samsung, Siemens und Motorola, was die Kunden mit der nächsten Gerätegeneration außer Telefonieren alles anstellen können. Denn Netzbetreiber stehen vor der Herausforderung, in den kommenden Jahren mit weniger Neukunden den Umsatz steigern zu müssen. Vor allem neue Dienste sollen dabei für eine höhere Auslastung der UMTS-Netze sorgen. So präsentiert der japanisch-schwedische Handyhersteller Sony Ericsson in diesem Jahr erste Handymodelle mit integriertem MP3–Player, der sich auch für das Herunterladen von Musik über das Internet eignen soll.

Beim Thema E-mail-Empfang auf dem Handy wird in Cannes erstmals Software für Mobilfunknetze gezeigt, die E-mails aus Internetpostfächern automatisch aufs Handy weiterleitet. Die Berliner Firma Space2go hat diese Technologie entwickelt. Sollte sie sich bei großen Netzbetreibern durchsetzen, bekäme der beliebte Blackberry mächtig Konkurrenz.

Marktführer Nokia stellt dagegen eine Lösung für das Bezahlen per Handy und den berührungslosen Kauf von Tickets und Eintrittskarten in den Mittelpunkt. Doch im Gegensatz zu bisherigen mobilen Bezahlsystemen ist die Nokia-Lösung vollkommen automatisiert. Durch so genannte Near Field Communication (NFC) werden Rechnungsdaten oder Kreditkarteninformationen durch das Berühren eines Kassenterminals in einem Geschäft oder an einem Ticket-Durchgang im Bus oder der U-Bahn ausgetauscht.

Um auch beim Surfen im Internet einen möglichst fließenden Übergang zwischen modernen Mobilfunknetzen mit UMTS-Technologie und breitbandigen DSL-Anschlüssen möglich zu machen, werden die Mobilfunkanbieter in den kommenden Jahren ihre UMTS-Netze für den schnelleren Datentransport aufrüsten. High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) heißt eine neue Technologie, die beim Surfen in UMTS-Netzen Datenübertragungsraten von bis zu 3 MBit/s ohne Probleme schaffen soll. Für Ericsson und Lucent Technologies gehört HSDPA daher zu den Top-Themen der diesjährigen Mobilfunkmesse, die am Donnerstag zu Ende geht.

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