Business-Smartphone
Das lange Sterben des Blackberrys

Neben Android-Smartphones und iPhone findet sich kaum noch Platz für das frühere Statussystem der Business-Elite. Einst schmückten sich Manager mit Blackberrys, nun wird es sogar von klammen Teenagern verschmäht.
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Berlin/New YorkDas schnelllebige Handygeschäft verzeiht keine Fehler. Einmal den Anschluss verloren, bedeutet oftmals das Todesurteil. So war es mit Siemens Mobile (die unter der Ägide der taiwanischen BenQ 2006 pleitegingen), so war es mit Palm (die nach dem Aufkaufen durch Hewlett-Packard jüngst die Segel streichen mussten). Und so könnte es mit dem Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) geschehen, wenn er nicht noch die Kurve kriegt.

Blackberrys, das waren früher die Statussymbole der Manager und Regierungsbeamten. Zu Zeiten, als die meisten Handynutzer vom mobilen Internet nur träumen konnten, tippten die stolzen Blackberry-Besitzer schon fleißig E-Mails. Die Tastatur ist bis heute legendär - sie ermöglicht trotz ihrer Minitasten schnelles Schreiben. Doch dann kam Apple 2007 mit dem iPhone, und plötzlich hieß mobiles Internet auch Surfen im Web, Musik hören, Videos schauen und spielen.

Auf den Blackberrys wurden weiter fleißig E-Mails getippt. Die Fixierung auf den Geschmack der Stammkundschaft ließ das Design unverändert. Die Tastatur blieb, während die Kunden ganz fasziniert von dem berührungsempfindlichen Bildschirm des iPhone waren. Plötzlich war Apple cool, und Blackberrys galten als altbacken. Dieses Image hat der kanadische Hersteller RIM bis heute nicht abschütteln können, auch mit alternativen Touch-Screen-Modellen nicht. Und obwohl der Smartphone-Markt boomt, mussten die Blackberrys zum ersten Mal seit Jahren einen Verkaufsrückgang hinnehmen.

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„Die Uhr tickt“

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  • Wenigstens ist man mit einem BB nicht an iTunes gebunden. Meiner Meinung nach wird es eine Wende bei Apple geben nachdem dem Steven Paul Jobs verabschiedet hat. Erfreulich an dem BB ist auch dass es nicht ständig versucht einen auszuspionieren und zu tracken, anders als bei Windows und Mac.

  • Interessant wäre eine Prognose ob BB in der Nische Geschäftskunden nicht doch einen sehr einzementierten Marktanteil hat und behalten wird.
    Sicher, das iPhone ist cool und kann ca. 1 Mio unterschiedliche Dinge. Aber die mit Abstand wichtigsten Funktionalitäten für einen Geschäftskunden, nämlich mobiler Zugriff auf Kontakte, Kalender und Emails liefert es nur halbseiden ab. BB haben bessere Batterielaufzeiten (wichtig für Leute, die permanent nicht am Schreibtisch sind), bessere Tastaturen, so dass man jederzeit längere Emails tippen kann (auf dem iPhone eine Tortur - selbst schon bei SMS), und eindeutig überlege Kalenderfunktionalitäten (Termine ändern, Teilnehmer hinzufügen etc).

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