Casio Exilim EX-Z57
Kamera mit Korrektur

Das Zentrum von Los Angeles. Über Jahrzehnte war das mächtige Rathaus das unübersehbare Wahrzeichen der kalifornischen Mega-Metropole. Nur sie durfte die bis 1957 geltende Beschränkung der Bauhöhe auf 45 Meter überschreiten.

HB LOS ANGELES. Nach aufwendiger Restaurierung strahlt die makellose, fast weiße Terrakotta-Fassade des wuchtigen Turms jetzt wieder majestätisch in der gleißenden Mittagssonne - und zeigt der Casio Exilim EX-Z57, wo ihre Grenzen sind. Die Motivsuche auf dem großen Schirm der 5-Megapixel-Digitalkamera gleicht in der prallen Sonne einem digitalen Blindflug. Ich sehe praktisch nichts.

Spätestens jetzt wünsche ich mir den schönen kleinen optischen Sucher mit der Gummimanschette zurück, der mich auf so vielen Reisen mit meiner alten Canon-AE1-Kamera begleitet hat.

Na gut, zugegeben - der fehlende optische Sucher ist der einzige wirkliche Nachteil, der mir bei der neuen Casio im Praxistest aufgefallen ist. Im Zweifel aber ist das tatsächlich sehr hinderlich. Nicht nur zwischen Beverly Hills und Santa Monica.

Denn immer mehr Hersteller gehen bei Kompaktmodellen dazu über, einen gesonderten optischen (oder elektronischen) Sucher wegzulassen und dafür den Bildschirm zu vergrößern. Casio macht bei der Z57 keine Ausnahme. Der mit 2,7 Zoll Bilddiagonale erfreulich üppige Motivsucher beherrscht die Rückseite der Kamera mit dem stabilen Alugehäuse. Er ist kontraststark und erfreut mit guter Farbwiedergabe.

Auch die Z57 hat viele der bewährten Details spendiert bekommen, die Casio-Kameras bei engagierten Amateurfotografen so beliebt gemacht haben. Etwa "Bestshot", die vorgegebenen Einstellungsvarianten, um optimale Bildergebnisse zu erzielen. Da gibt es so witzige Details wie den "Visitenkarten-Modus".

Selbst schräg aufgenommene Karten "entzerrt" die Software treffsicher und liefert lesbare und gerade Bilder, etwa für die Übernahme in "Outlook-Kontakte". Das Gleiche gilt für den "Whiteboard"-Modus, um Präsentationen bei Vorträgen von der Leinwand aufzunehmen, auch wenn man links außen sitzt.

Findet der Besitzer irgendwo ein schattiges Plätzchen, lassen sich alle Einstellungen per Bildschirmmenü auch bequem vornehmen.

Die Z57 ist nach weniger als zwei Sekunden schussbereit. Wird im Schnappschuss-Modus der Auslöser sofort in einem Rutsch durchgedrückt, verzichtet die Kamera auf den Autofokus und löst mit Standardwerten bereits nach 0,1 Sekunden aus. Das ist wirklich ein "Schnappschuss".

Eine Akkufüllung reichte locker für eine einwöchige Reise, Casio gibt rund 400 Aufnahmen als Maximum an. Das ist auch gut so, weil die Kamera leider nur über ihren Tischfuß aufgeladen werden kann. Den samt Ladegerät sollte man auf längeren Reisen also immer dabei haben.

Kleinlich: Nicht einmal eine einfache Schutztasche wird mitgeliefert. Die ist aber nötig, um den wertvollen Schirm vor Kratzern zu schützen.

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