CES 2018 Sprachassistenten sind überall

Wer die Elektronikmesse CES in Las Vegas besucht, kommt um das Thema Sprachassistenten nicht herum. Rein optisch ist der Google Assistant überall. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht.
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Der Suchriese ist in Las Vegas nahezu überall unterwegs. Wie Amazon und Samsung arbeitet auch Google daran, seinen Sprachassistenten zu den Nutzern zu bringen. Quelle: dpa
Hey Google

Der Suchriese ist in Las Vegas nahezu überall unterwegs. Wie Amazon und Samsung arbeitet auch Google daran, seinen Sprachassistenten zu den Nutzern zu bringen.

(Foto: dpa)

Leuchtreklamen so hoch wie ein Wohnblock, dazu alle fünf Minuten ein Zug der Einschienenbahn mit großem „Hey Google”-Schriftzug, der entlang der Casino-Meile „The Strip” in Las Vegas fährt. Wer die Elektronikmesse CES (noch bis 12. Januar) besucht, kommt um das Thema Sprachassistenten nicht herum. Rein optisch ist der Google Assistant überall.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Amazons Alexa schleicht sich ohne große Werbung in immer mehr Geräte ein. Alexa in Lautsprechern, Alexa im Auto, Alexa in Notebooks, im Badezimmerspiegel, Rauchmelder, Ofen oder Kühlschrank. Der Handelsriese drängt mit Macht in den Markt der Sprachassistenten, sagt Analyst Brian Blau vom Marktforscher Gartner.

Immer mehr Partner werden Teil des wachsenden Ökosystems von Geräten, die per Sprache gesteuert werden können, aber auch mit anderen Geräten zusammenarbeiten, Dienstleistungen über das Internet anstoßen oder Einkäufe über Amazons Plattform erledigen können. Gegenüber Google und Apple hat Amazon hier noch Nachholbedarf, sagt Blau. Die Konkurrenten haben ja ihre Smartphones in den meisten Hosentaschen.

Gadgets aus Las Vegas
Ultra-HD Fernseher von LG
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LGs OLED-Fernseher hören künftig aufs Wort. Dazu setzt das Unternehmen nicht auf eine Eigenentwicklung, sondern arbeitet mit Google zusammen und will den Sprachassistenten Google Assistant in seine neuen Fernsehermodelle integrieren.

Nutzer sollen so ihre Geräte per Sprache steuern können, aber auch leichteren Zugriff auf Informationen erhalten und andere verbundene Geräte im Heimnetzwerk steuern können. Neben Fernsehern werden auch vernetzte Lautsprecher oder drahtlose Kopfhörer mit dem Sprachassistenten ausgestattet. Erste Modelle sollen noch in diesem Jahr erscheinen.

Samsung-Fernseher The Wall
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Samsung baut künftig auch Fernseher aus Modulen. In Las Vegas zeigen die Koreaner ihr Fernsehdisplay „The Wall”. Die Idee: Statt eines großen Displays kommen mehrere kleinere Module von der Größe eines Smartphones zum Einsatz, die das fertige Display bilden. So sind in der Theorie viele verschiedene Displaygrößen möglich.

Die einzelnen Module funktionieren mit einer von Samsung Micro-LED genannten Technik. Hierbei besteht jeder Bildpunkt aus einer eigenen RGB-Leuchtdiode. Der Verkaufsstart ist noch für dieses Jahr geplant. Einen Preis nannte Samsung nicht.

Smartwatch mit Musik
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Garmin stellt in Las Vegas eine Sportuhr mit integriertem Musikspeicher vor. Die Forerunner 645 Music bietet Platz für rund 500 Songs, so Garmin. Im Smartwatchmodus soll die Uhr bis zu sieben Tage mit einer Akkuladung durchhalten, im GPS-Modus bis zu zwölf Stunden und im GPS-Modus mit Musikwiedergabe bis zu fünf Stunden. Die 645 Music ist wahlweise mit rotem oder scharzem Band für knapp 450 Euro erhältlich. Für 50 Euro weniger gibt es auch ein Modell ohne Musik. (Foto: pr)

Großer Bildschirm für Gamer
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Nvidia will künftig auch im Display-Markt für Videospieler mit dabei sein. Auf der CES zeigt das Unternehmen erste Modelle des Big Format Gaming Displays (BFGD). Dabei handelt es sich um einen Standard für speziell auf Videospiele zugeschnittene Bildschirme.

Der 65-Zoll-Schirm hat Nvidias Konsole und Streaminggerät Shield integriert und verfügt über 4K-Auflösung (3840 zu 2160 Pixel), HDR-Anzeige, 120 Hertz Bildwiederholfrequenz und Nvidias Synchronisationstechnik G-Sync. Sie soll sowohl für flüssige Spieledarstellung als auch für synchronisierte Videoanzeige sorgen. Erste Geräte sollen im Sommer 2018 in den Handel kommen, der Preis ist noch nicht bekannt.

Spielkontrolle mit den Füßen
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Mit dem Blackhawk von 3dRudder sollen Spieler in der virtuellen Realität auch ihre Füße nutzen können. Der auf der CES gezeigte Controller übersetzt Fußbewegungen der Spieler in diversen Virtual-Reality-Spielen in Bewegungskommandos. So sollen Spieler ihre Hände für andere Befehle nutzen können – und erhalten etwas für ihre Füße zu tun.

Blackhawk funktioniert aktuell unter anderem mit den VR-Brillen HTC Vive und Oculus Rift für über den SteamVR-Store und den Oculus Store gekaufte Spiele und mit den Headsets für Microsofts Mixed-Reality-Plattform.

Ein Airbag für die Hüfte
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Einen tragbaren Airbag, der Senioren vor den oft irreparablen Folgen eines Sturzes schützen soll, stellt der Airbag-Spezialist Helite vor. Ein elektronisches System analysiert die Bewegung der Person in Echtzeit. Wird ein Sturz erkannt, lösen beide Airbags automatisch über der Hüfte aus und entfalten sich noch vor Bodenkontakt vollständig.

Mehr als ein Meter Display im Byton-SUV: Wenn das mal nicht vom Verkehr ablenkt
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Die CES dient unter anderem als Bühne für die Geburt der neuen Automarke Byton. Das chinesische Start-up mit Entwicklungsstandorten in Los Angeles und München und dem ehemaligen BMW-Entwickler Carsten Breitfeld als Geschäftsführer zeigt erstmals ein rein elektrisch angetriebenes SUV, das 2019 in den Markt kommen soll. Trotz eines Akkus mit 500 Kilometer Reichweite und einem Riesendisplay über die ganze Breite des Armaturenbretts soll der Stromer nur um 40.000 Euro kosten.

„Digitale Assistenten sind ein großes Thema dieses Jahr”, sagt auch Smarthome-Experte Robert Spanheimer vom IT-Verband Bitkom. Nach den zum Teil enttäuschten großen Erwartungen aus der Anfangszeit von Siri und Co. werden die Systeme in diesem Jahr deutlich besser funktionieren und mehr Nutzen liefern, sagt er voraus.

Zum Beispiel beim Sprachverständnis: „Die intuitive Kommunikation wird immer weiter verbessert”, sagt Spanheimer. Die Assistenten werden weniger nur auf starre Kommandos hören, sondern mit Hilfe von Spracherkennung und künstlicher Intelligenz auch lockerer formulierte Befehle verstehen. Durch bessere Sammlung und Auswertung von Daten werden auch die Empfehlungen der Assistenten besser, etwa zu Flügen, Fernsehsendungen oder auch Shopping-Angeboten.

Neben Google und Amazon gibt es weitere Wettbewerber. Samsung etwa zeigt, was ab diesem Jahr mit Smartphone, Fernseher und Lautsprechern möglich sein soll. Der hauseigene Assistent Bixby erkennt auf die Frage „Wer ist das?” etwa Schauspieler in einem Film und zeigt nach dem Kommando „Was hat sie an?” passende Shoppingangebote.

„Bis 2020 soll Bixby in nahezu allen Geräten von Samsung stecken”, sagt ein Mitarbeiter am Stand. Deutsche Nutzer müssen auf das smarte Upgrade für Samsunggeräte allerdings noch warten - Bixby spricht noch kein Deutsch. Das soll sich aber im Laufe des Jahres ändern, verspricht Samsung, ohne einen Zeitplan zu nennen.

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