Cloud Computing
Wolkige Rechnerwelten

Cloud Computing ist der neue Trend der Datenverarbeitung. Er beschreibt, wie der Rechner vom Schreibtisch in den Weiten des Internet verschwindet und dadurch immer und überall verfügbar ist. Noch allerdings sind längst nicht alle Probleme der totalen Virtualisierung gelöst.

DÜSSELDORF. Server, Notebook und Arbeitsplatzrechner sind das Basiswerkzeug vieler Berufe. Doch beim Bemühen, Rechnerwelten den wechselnden Anforderungen der Arbeitswelt anzupassen, erweist sich der angestammte Büroarbeitsplatz zunehmend als ungeeignet. Außendienstmitarbeiter im Vertrieb, Versicherungsagenten, Schadensgutachter oder Servicemitarbeiter sind nur einige der zahlreichen Berufsgruppen, die bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nicht immer auf ihren Arbeitsplatzrechner zugreifen können.

Cloud Computing heißt das Zauberwort, von dem sich die IT-Experten bessere Lösungen verspricht. Es soll der Branche aus einem Dilemma helfen, das sich bei herkömmlichen Rechnern zwangsläufig ergibt. Zum einen muss der Datenbestand immer aktuell gehalten werden und mit den Beständen in den Datenbanken der Unternehmen abgeglichen werden. Wie soll zum Beispiel sonst der Versicherungsberater dem Kunden den aktuell verbindlichen Tarif zusagen? Zum anderen aber bergen mobile Rechner die Gefahr des Datenverlustes. Was ist, wenn das Notebook verloren geht, auf der Reise entwendet oder einfach nur zerstört wird? Wie wird sich die Konkurrenz freuen, wenn sie plötzlich Zugriff auf vertrauliche Unternehmensdaten hat.

Deswegen muss ein Rechner eigentlich immer Online sein, damit die Daten aktuell und sicher sind. Hier setzt das Cloud-Computing an. Warum den Computer nicht einfach im Netz lassen? Mit virtuellen Maschinen, die auf Servern in gesicherten Rechenzentren laufen, ist das problemlos möglich. Dann reicht irgendein Computer mit Internetzugang, um per Fernbedienung an seinen angestammten virtuellen Arbeitsplatzrechner zu gelangen. Das senkt zudem die Kosten für Investition und Pflege der Hardware.

Neu ist diese Idee nicht. Schon in den 60-er Jahren, als die Mainframes in den Rechenzentren thronten, liefen die Anwendungen dort und der Anwender musste sich mit einem einfachen Terminal zufrieden geben. Mit den Personalcomputern kam die Rechenleistung auf den Arbeitsplatz und die zentrale EDV verlor an Bedeutung. Die kam allerdings zurück, als die Netzwerke die Firmen durchzogen. "Stanford University Network" besser bekannt als SUN Microsystems, war einer der Vorreiter. Deren Mitgründer und ehemaliger CEO Scott McNealy erhob den Spruch "Das Netzwerk ist der Computer" zum Leitmotto des Silicon Valley Unternehmens.

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