Cobi im Test
Macht dieses Gadget den Drahtesel zum Smart-Bike?

Mit Cobi will ein hessisches Tech-Start-up aus jedem Drahtesel ein Connected-Bike machen - aber ist es wirklich revolutionär? Was kann das Gerät, das klingelt und navigiert, was kostet es und vor allem - wer braucht das?
  • 0

BonnEins muss man Andreas Gahlert, Carsten Lindstedt, Tom Acland und Heiko Schweickhardt lassen: Die vier Gründer verstehen es, andere von ihrer Idee - ein vernetztes, aber banal wirkendes Fahrradsystem aus Kunststoff, das man sich an den Lenker klemmt - zu begeistern und Geschäfte zu machen. Von insgesamt 15 Investoren wurden das Frankfurter Start-up finanziert, von Business Angels bis zu Risikokapitalgesellschaften. Den Durchbruch schaffte die Cobi GmbH im Dezember 2014 über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Dort war Cobi nicht nur eins der erfolgreichsten Projekte aus Deutschland, sondern auch die zweiterfolgreichste Kampagne aus dem Bereich Fahrradtechnik aller Zeiten.

Inzwischen arbeiten die Macher von Cobi mit acht Partnern zusammen und die junge Firma hat bereits 35 Mitarbeiter. Ihr gleichnamiges smartes Gadget Cobi, das wir Mitte letzten Jahres auf der Messe Cyclingworld in Düsseldorf entdeckt und jetzt ausführlich für Sie getestet haben, wird seitdem stets weiterentwickelt und perfektioniert. Mit dem ehrgeizigen Anspruch: aus der Radfahrt ein echtes High-Tech-Erlebnis zu machen.

Warum auch nicht, wir leben schließlich im Zeitalter smarter Fernseher, vernetzter Kühlschränke und autonomer Staubsauger und Rasenmäher, die unsere Wohnung und den Garten in Schuss halten, wenn wir bei der Arbeit, beim Training oder im Urlaub sind. Jetzt werden also auch unsere Drahtesel, die Karl Freiherr von Drais vor 200 Jahren als Alternative zum Pferd erfand, smart und durch Cobi in ganz neue, in virtuelle Dimensionen gehoben. Oder etwa nicht? Wir haben den Realitätscheck gemacht und zeigen, ob sich der Kauf der digital Fahrrad-Schaltzentrale lohnt.

Der Top-Seller “Cobi Plus” kostet im Online-Shop des Start-ups 339,00 Euro. Okay, zugegeben, das ist jetzt kein Preiskracher, aber in der Version bekommen Sie nicht nur den Cobi-Hub, den es in der günstigsten Variante ab 249,00 Euro gibt, sondern ein ganzes auch eBike-kompatibles Set, bestehend aus Hub, Daumen-Controller (darüber können Sie u.a. klingeln, Anrufe annehmen oder die Navigation steuern), Smartphone-Ladefunktion sowie einem Front- und einem kabellosen Rücklicht. Es gibt separat auch noch eine Offroad-Variante des Rücklichtes im Shop für 59,90 Euro, mit dem Sie sogar blinken können. Die dazugehörige App für Android und iOS, welche die Hardware überhaupt erst zum virtuellen Leben erweckt, kann kostenlos heruntergeladen werden.

Kommentare zu " Cobi im Test: Macht dieses Gadget den Drahtesel zum Smart-Bike?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%