Compex SP 8.0 im Test
Traumfigur aus der Steckdose?

Elektronischer Muskelaufbau ohne Hantelbank und Beinpresse: Das verspricht Compex mit dem Stimulationsgerät SP 8.0. Auch zur Entspannung soll es beitragen. Kann das funktionieren? Wir haben uns unter Strom setzen lassen.
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KölnKeine Zeit für Sport? Der Nacken verspannt, die Beine schwer? Strom an, Fett weg, schlaffe Dellen weg: EMS-Training heißt der Trend, der hier schnelle Abhilfe verspricht und derzeit in ganz Deutschland boomt. Kein Wunder, können doch bis zu 600 Kalorien in nur 20 Minuten verbrannt werden. Und schon ein einzige Trainingseinheit pro Woche soll denselben Effekt auf die Muskeln haben wie stundenlanges Schuften an der Hantelbank oder der Beinpresse – klingt eigentlich ganz so, als sei damit das Rad der Fitnessbranche neu erfunden.

Die Abkürzung EMS steht für elektrische Muskelstimulation, die ursprünglich aus dem medizinischen Reha-Training kommt, um beispielsweise Muskelschwund nach längeren Verletzungspausen oder Operationen entgegen zu wirken. Ebenso nutzen viele Profi-Sportler die Technologie als legales Doping, um ihre Leistung zu erhöhen und effektiver zu regenerieren nach anstrengenden Wettkämpfen.

Auf EMS spezialisierte Mikro-Studios in Innenstadtlagen erleben derzeit besonders großen Zulauf und die Zahl der Trainierenden wächst stetig. Mittlerweile, das hat eine Untersuchung der Fitness-Suchmaschine Fitogram.de ergeben, nutzen mehr als 140.000 Menschen das Spezialtraining. Mehr als 1500 dieser kleinen Fitness-Studios für Sportfaule (oder Berufstätige, die ihr Training gerne in der Mittagspause erledigen) haben inzwischen eröffnet. Obwohl Monatsbeiträge für die gezielte Muskel-Stimulation bis zu 120 Euro kosten können, ist die Nachfrage ungebrochen.

Die Sache hat jedoch zumindest für mich einen ganz speziellen Haken: Für das Training muss man in einen verkabelten und hautengen Ganzkörperanzug schlüpfen, damit es kribbelt und der Strom, der die Traumfigur aus der Steckdose formen soll, durch die Muskulatur schießen kann. Es gibt bestimmt Menschen, die in der angefeuchteten Funktionsbekleidung (der Strom leitet dann besser) gut aussehen, aber seien wir ehrlich: DAS ist nicht jedermanns Sache!

Aus diesem Grund haben wir für Sie den SP 8.0 getestet, ein professionelles EMS-Gerät für den Hausgebrauch, das der Schweizer Hersteller Compex als den König unter den Elektrostimulationsgeräten bezeichnet. Wie funktioniert das? Wie wirkt sich das Training auf die Muskeln aus? Hilft das Gerät bei chronischen Rückenschmerzen und Dauerverspannungen im Nacken? Wir haben es mehrere Monate lang ausprobiert und sagen, was es gebracht hat.

Kommentare zu " Compex SP 8.0 im Test: Traumfigur aus der Steckdose?"

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  • Die Industrie könnte NIE einige der Aussagen aus dem Artikel treffen ohne eine Abmahnverein an den Fersen zu haben. Achtung Glatteis zum Thema Kalorienverbrauch!

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Ich muss sagen in Verbindung mit der Überschrift entgeht mir der Sinn dieses Beitrags.
    Die Funktion "Muskel-Aufbau/Fett-Abbau" wurde nicht getestet, da die Testperson sowieso "Sportjunkie" ist.
    Ich denke, dass das Gerät für Erholung und Entspannung genutzt werden kann interessiert wenige Leute - vorallem auch nicht den Personenkreis der in die EMS-Studios rennt. Und wie im Artikel steht kann man zur Erholung/Schmerzlinderung oft besser eine Physiotherapiepraxis aussuchen - da kommt man mit den ca. 1200 Euro Kaufpreis des Gerätes sicherlich sehr weit.
    Möglichweise wäre jemand, der Sportmuffel ist und wenig Zeit für Sport hat, als Tester sinnvoller gewesen als eine Triathletin.

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