Computer-Markt macht mobil: Smartphones verdrängen PDAs

Computer-Markt macht mobil
Smartphones verdrängen PDAs

Der Computer-Markt wird zwar immer mobiler, doch die kleinen handtellergroßen Personal Digital Assistants (PDA), profitieren nicht davon.

HB/sgr DÜSSELDORF. Das liegt daran, wie die Marktforscher von Gartner in ihrem Bericht über die Marktentwicklung der PDAs im Jahr 2003 berichten, dass diese kleinen elektronischen Geräte zunehmend in die Mühle zwischen immer leistungsfähigeren mobilen Telefonen (Smartphones) einerseits und immer kleineren und dabei leistungsfähigeren Notebooks andererseits geraten. Laut Gartner führte das im vergangenen Jahr bereits zu einem weltweiten Minus von 5,3% auf insgesamt 11,5 Mill. PDA.

Der Trend zu den Telefonen, in die immer mehr Funktionen wie Termin- und Adressverwaltung eingebaut werden, werde sich in diesem Jahr fortsetzen, ist Gartner-Experte Todd Kort überzeugt: "Ende des Jahres werden Smartphones zumindest über die Funktionen von Low-End-PDA verfügen." Die Kunden akzeptieren zunehmend die Angebote von Handy-Herstellern, die ihre Geräte mit persönlichen Informationssystemen und E-Mail-Funktionen erweitern. Und im Jahr 2005 werden dann sogar zunehmend Geschäftsleute die dann um noch mehr Funktionen erweiterten Smartphones im Geschäftsalltag nutzen.

Von dieser Entwicklung ist vor allem PDA-Hersteller PalmOne mit dem Betriebssystem Palm OS betroffen. PalmOne musste im Jahr 2003 ein Minus von 19% verkraften. Wurden im Jahr 2002 noch 5,1 Mill. PDA der Markt PalmOne ausgeliefert, so waren es 2003 nur noch 4,1 Mill. Stück. PalmOne (Marktanteil 36,4%) hat aber auch unter der zunehmenden Akzeptanz von Geräten gelitten, die mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Mobile arbeiten. Hewlett-Packard war mit dieser Strategie (sieben neue PDA-Modelle), die dazu auch noch sehr aggressiv verfolgt wurde, im vergangenen Jahr erfolgreich und hat nach einem Plus von 40,3% und knapp 2,3 Mill. Geräten einen Marktanteil von 19,9% erreicht. Auf den Plätzen folgten Sony mit 1,4 Mill. Geräten (Marktanteil 12,2%), Research in Motion (603 000/ 5,3%), Dell (582 500/ 5,1%)und Toshiba (342 000/ 3,0%). Auffallend bei Dell, obwohl nur die Nummer fünf, ist das exorbitante Wachstum von 656,5%.

Mit dem zunehmenden Absatz von immer "schlaueren" mobilen Telefonen, Notebooks und Laptops stieg auch die Nachfrage nach mobilen Computerlösungen. "Deutschland macht mobil und immer mehr Entscheidungsträger in mittelständischen und großen Unternehmen setzen sich mit dem Thema ?Mobile Lösungen?" auseinander, berichtet IDC. Zwar werden immer noch Fragen nach Produktivität, Verfügbarkeit und der Sicherheit solcher Lösungen gestellt, doch für immer mehr Mitarbeiter sind Laptop, PDA oder Smartphone inzwischen unentbehrliche Helfer ihres Geschäftsalltags. Die flexiblen und ortsunabhängigen Arbeitsmöglichkeiten werden dabei als Vorteile gesehen, die oft noch fehlende Integration und die Synchronisation in die Unternehmens-IT noch als Nachteile. Hier gebe es noch einiges zu verbessern, meint IDC-Analyst Stephen D. Drage; denn erst dann führe die Anschaffung und der Einsatz von PDAs, Smartphones und Laptops zu einem raschen Return of Investment.

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