Cowon S9
iPod-Konkurrent mit sattem Klang

Der iPod bekommt Konkurrenz aus Korea: Cowon will mit seinem S9 den Markt für MP3-Player erobern. Das Gerät punktet mit technischer Finesse, einem fantastischen Display und einer super Soundqualität. Ob das reicht, um den Marktführer zu verdrängen, muss sich aber erst noch zeigen..
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Elegant geschwungener Rücken, nobel in schwarz grau kommt der Cowon S9 daher. Er macht auf Anhieb einen sympathischen Eindruck. Der bestätigt sich, wenn man das Gerät in der Hand hält: Der Musikspieler ist mit 77 Gramm sehr leicht (iPod Touch 110 g) und mit den Maßen 5,7 x 10,6 Zentimetern und einer Dicke von 1,27 Zentimetern platzsparend. Allerdings ist Apples Touch mit 0,85 Zentimetern noch etwas dünner.

Das Kunststoffgehäuse macht einen stabilen Eindruck, Sorgen bereitet die Kunststofffront des Displays. Hier muss man schon sehr vorsichtig sein, damit keine Kratzer entstehen. Der 3,3-Zoll-Touchscreen ist ein Active-Matrix-OLED mit 480 x 272 Pixeln und 16 Mio. Farben. Er verbraucht extrem wenig Strom und gehört zu den Highlights seiner Klasse.

Weg von Schein und Sein: Cowon setzt eine so genannte BBE+-Technologie inklusive digitaler Tonaufbereitung ("JetEffect 2.0") ein. Der Hörtest über den mitgelieferten Normalkopfhörer brachte schon beeindruckende Ergebnisse, aber das bieten andere auch.

Der Nachtest mit unserem Referenzhörer Shure SE530 überzeugte dann vollends. Sauber in den Höhen und Bässen, präsente Mitten - da steckt mehr drin. Der Cowon ist etwas für echte Musikliebhaber. Er unterstützt sogar exotische Musikformate wie flac und Ogg Vorbis, die für ihre Qualität bekannt sind. Der normale Musikfreund wird wahrscheinlich das MP3-Gekrächze bevorzugen.

Zur Not unterstützt der Cowon auch noch Microsofts DRM-Kopierschutz. Aber das nur am Rande. Die Tage des Kopierschutzes dürften gezählt sein, seit Apple ihn praktisch abschafft.

Die Menüoberfläche ist endlich übersichtlich gehalten, ein altes Cowon-Problem. Beim S 9 hat man sich nun richtig Mühe gegeben. Radio (mit Aufnahmefunktion) Musik-, Bild- und Videoverzeichnisse. Der Active-Matrix-OLED-Bildschirm läuft bei Videos erst so richtig zu Form auf, brillantes Bild und ruckelfrei dank starkem Prozessor mit 500 Megaherz.

Was die Laufzeit des nicht selber auswechselbaren Akkus angeht, konnten im Musikbetrieb die angegebenen 55 Stunden beinahe erreicht werden. Das ist Spitze. Im Videobetrieb soll der Akku bis zu elf Stunden halten. Das rettet den Transatlantikflug in der Holzklasse.

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