Das runderneuerte Activy-Mediacenter von Fujitsu-Siemens kann überzeugen
Zweiter Frühling fürs Activy Mediacenter

Das war nicht der große Wurf. Der erste Test eines Activy Mediacenters von Fujitsu-Siemens (FSC) im Weekend Journal hinterließ einen zwiespältigen Eindruck. Einfache Bedienung und gute Ausstattung zwar, aber deutliche Schwächen in der Software und beim Internet sowie ein stolzer Preis. Jetzt hat FSC mit der Activy 370 nachgelegt. Erstes Fazit: Na also, es geht doch.

HB DÜSSELDORF. Preise runter, Ausstattung rauf, das freut den Kunden. Zu den wichtigsten Neuerungen des äußerlich so gut wie unveränderten Geräts mit dem attraktiven Metallgehäuse gehört ein zweiter TV-Tuner, der Fernsehen und gleichzeitiges Aufzeichnen von TV-Sendungen ermöglicht. Bei analogem Kabel-TV wird nun die Aufnahmesteuerung per VPS unterstützt. Der Stromverbrauch im Standby-Modus wurde erfreulicherweise drastisch reduziert.

Pfiffig ist die - ebenfalls neue - Schnittsteuerung. Bei Aufnahme oder Wiedergabe können die unerwünschten Passagen per Schnitteinstiegs- und Schnittausstiegspunkt markiert werden. Ein Druck auf die Fernbedienung reicht. Automatisch fährt (beim nachträglichen Schnitt) die Aufnahme dann ein paar Sekunden zurück, und man schaut sich den Schnittpunkt an. Gefällt er nicht - noch mal drücken, wieder zurück und wieder versuchen. Das klappt wirklich prima.

Die herausgeschnittenen Stellen werden schraffiert dargestellt, bis endgültig geschnitten wird. Dafür wird eine Kopie erzeugt. Das Original bleibt erhalten. Das vermindert zwar den Festplattenplatz, aber wer das Original nicht mehr will, kann es ja löschen, und 160 GB Speicherplatz sind auch eine Menge Holz. Die fertigen Clips werden in einen Ordner überführt, wo eine Brennliste angelegt wird. Die kann dann per Double-Layer-DVD-Brenner archiviert werden. Und zwar im echten DVD-Videoformat, das praktisch jeder handelsübliche Player lesen kann.

Der Internet-Browser kann jetzt Frames sauber darstellen und ist spürbar schneller. Aber noch immer geht Sicherheit vor Komfort: Eigene Downloads - nein, danke. Größere Einschränkungen gibt es derzeit noch im Video-Streaming, einen Real- Player oder Quicktime etwa kann man eben nicht installieren.

Die Bildqualität entspricht dem Vorgängermodell, zusätzlich können jetzt auch DivX-Videos abgespielt werden, die Activy-Geräte verstehen nun die gängigen Audio- und Videoformate.

Fazit: Fast 300 Euro billiger als der Vorgänger und spürbar besser in der Performance. Wem ein Tuner und eine 80-GB-Platte reicht, kommt sogar schon für 799 Euro zum Zuge. Erfreulich: Die verbesserte Software steht per kostenlosem Internet-Update auch für die Käufer der Vorgängermodelle zur Verfügung. Das Herunterladen lohnt sich. Schmerzlich vermisst wird jetzt nur noch die Version für digitales terrestrisches Antennen-TV (DVB-T).

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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