Datenaustausch im Büro
So vernetzen Sie Ihre Firma richtig

Die Tage des „Turnschuh-Netzwerk“ sind endgültig gezählt: Der Datenaustausch per Diskette oder CD ist in Zeiten von Breitband-Internet, gemeinsamem Datenbankzugriff und Abteilungsdrucker einfach nicht mehr zeitgemäß. Doch wie vernetzt man sein Büro am besten? Welche Verbindungstechnik bietet sich an, lohnt sich der Kauf eines Servers, wie sichert man sich nach außen ab? Handelsblatt.com hilft Ihnen auf die Sprünge.

DÜSSELDORF. Auch in Zeiten kabelloser WLAN-Technik bleibt ein fest verlegtes Ethernet-Netzwerk für Büros ab einer Größe von etwa drei Arbeitsplätzen die erste Wahl: Die zugehörigen Netzwerkchips sind fester Bestandteil fast jedes aktuellen PCs und können wahlweise zu Spottpreisen in älteren Rechnern nachgerüstet werden. Die Probleme und Unwägbarkeiten einer WLAN-Verbindung treten nicht auf, denn Übertragungsgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit sind immer gleich und keinen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Die komplizierte Absicherung gegen ungebetene Gäste, die sich per Funk Zugang zu den Unternehmensdaten verschaffen, entfällt ersatzlos. Und nicht zuletzt ist schon die standardmäßige Übertragungsgeschwindigkeit von 100 MBit/s größer als bei den Funk-Technologien.

Wer – wie etwa im DTP-Bereich – ständig sehr große Datenmengen über das Netzwerk bewegt, kann sogar zu Gigabit-Technik greifen, mit der sich die Übertragungsrate noch einmal verzehnfachen lässt. WLAN kann angesichts dieser Eigenschaften in einer betrieblichen Umgebung höchstens eine Ergänzung sein, mit der zum Beispiel Notebooks von Mitarbeitern oder Geschäftspartnern temporär ins Netz eingebunden werden.

Notwendige Infrastruktur

Auch wenn die eigentlichen Netzwerkkomponenten sehr preiswert sind, ist die Installation eines Ethernet-Netzwerks zunächst einmal relativ aufwändig: Eine feste Verkabelung mit CAT5-Netzwerkkabeln ist unverzichtbar, dazu kommen Netzwerkdosen an jedem Arbeitsplatz. Die Verlegung und Installation sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden, was natürlich Kosten verursacht. Dennoch ist diese Maßnahme unverzichtbar, denn bei Kabelstrecken über zehn Metern Länge müssen fest verlegte Leitungen mit einzeln abgeschirmten Adern verwendet werden, um eine zuverlässige Verbindung zu gewährleisten. Zudem wären lose herumliegende Netzwerkkabel in jedem Büro ein unangenehmer Störfaktor.

Alle Kabel laufen zentral an einem so genannten „Patchfeld“ zusammen, wo jede installierte Netzwerkdose durch einen zugehörigen Anschluss vertreten ist. Hier wird mit kurzen, losen „Patchkabeln“ die Verbindung zum Router hergestellt, der zentralen Verbindungsstelle der sternförmigen Ethernet-Architektur. Idealerweise befinden sich Patchfeld und Router in unmittelbarer Nachbarschaft des DSL-Anschlusses, um eine unkomplizierte Verbindung zum Internet zu gewährleisten.

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