Datenturbo 4G
Neues iPad spricht keine deutsches LTE

Mit dem neuen iPad samt Super-HD-Display begeistert Apple seine Fans. Doch von einer der wichtigsten technischen Neuerungen profitieren deutsche Nutzer kaum.
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Stockholm/DüsseldorfVon außen sieht es nur wenig anders aus als der Vorgänger, im Inneren hat sich dagegen einiges geändert. Ein neuer, hochauflösender Bildschirm, ein schnellerer Prozessor und eine bessere Kamera sollen dafür sorgen, dass der Hype um Apples populären Tablet-Computer iPad eine weitere Runde dreht.

Die entzückten Reaktionen der Internetgemeinde zeigen, dass das Kalkül der kalifornischen Erfolgsmarke wohl aufgehen wird. Für deutsche Nutzer mischt sich allerdings ein Wermutstropfen in die allgemeine Euphorie. Sie können wie viele andere Europäer mit dem neuen iPad vermutlich nicht die schnellen LTE-Datennetze nutzen. Die dritte Generation des iPads unterstützt zwar den neuen Mobilfunkstandard, doch in Europa läuft der auf anderen Frequenzen als in den USA und Kanada.

Infografik

Weltweite Verkäufe von Tablet-PCs nach Art des Betriebssystems

Marktanteil in %

Das neue iPad soll nach Angaben von Apple nur die in Nordamerika üblichen Frequenzen 700 und 2100 Megahertz unterstützen. Die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 betreiben LTE aber in den Bereichen 800, 1800 und 2600 Megahertz. Damit ist das neue iPad nicht mit den in Deutschland vorhandenen LTE-Frequenzen kompatibel.

Die unterstützten Frequenzen hängen vom eingebauten Chip ab und können deshalb nicht später per Software-Update verändert werden. Deutsche Käufer müssen sich also weiterhin mit dem UMTS-Standard begnügen, der allerdings im neuen Gerät mit einem Turbo in Form von HSPA+ versehen ist. Sprecher der beiden Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom und Vodafone betonten allerdings gestern, sie hätten noch keine genauen Informationen darüber, welche iPads nach Deutschland kommen werden.

Ob Apple zu einem späteren Zeitpunkt ein mit den europäischen LTE-Frequenzen kompatibles Gerät herausbringen wird, ist noch nicht klar. Experten bezweifeln das, denn auch in Europa haben sich die Länder nicht auf gemeinsame Frequenzen einigen können. Die Lösung würde nur ein Allround-LTE-Chip bieten, der alle sechs in Europa verwendeten LTE-Frequenzbänder abdeckt. Einen solchen Chip gibt es aber bislang nicht.

Die mangelnde Standardisierung ist auch der Grund, weshalb der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia bislang auf ein LTE-Gerät für den europäischen Markt verzichtet. „Wir warten, bis wir ein Gerät für alle LTE-Bänder anbieten können“, erklärte Nokia-Vorstand Niklas Savander dem Handelsblatt.

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  • LTE ist ja schön und gut, doch sollte jetzt auch das Netz so schnell weiter ausgebaut werden wie man es begonnen hat (http://bit.ly/wymMMr). Denn was nutzt die beste Technologie, wenn man keinen Empfang hat?

  • Der Autor kann selbst kein Deutsch - schicke Überschrift

  • Nicht ganz. Die Verordnungen, die die Toleranzwerte von Lebensmitteln - wie etwa von Gurken oder Bananen - vorschreiben, wurden schon vor einigen Jahren abgeschafft. Dass man im Supermarkt trotzdem keine krummen Lebensmittel findet, liegt an den strengen Abnahmenormen des Handels, die sich stetig verschärfen, weil möglichst standardisierte Ware verlangt wird.

    Wir so viele und so unterschiedliche Frequenzen bzw. Frequenzbänder haben, historische aber auch wettbewerbsbedingte Gründe. Die haben sich zum einen aus unterschiedlichen Systemen entwickelt, und der freie Wettbewerb hat da im Nachhinein viel Chaos reingebracht. Ähnlich wie wir ein Kokolores mit DVD-Minus, -Plus, usw. bekommen haben. Die Standardisierung auf gewisse Punkte kam erst nach und nach.

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