Der App Store
Alles außer Porno

Im Onlineshop „App Store“ bietet Apple Software von Drittherstellern an. Angeblich liegen bereits rund 1900 dieser Miniprogramme vor, die das Apple-Mobiltelefon noch vielseitiger machen sollen. Einige davon sind kostenpflichtig, andere kostenlos.

hsn/pos DÜSSELDORF. Der App Store wird direkt über ein Icon auf dem iPhone aufgerufen. Die Software wird wahlweise per W-Lan, UMTS oder einer anderen Datenverbindung geladen. Dabei ist der Download von Programmdateien von über 10 MB Größe nur noch über W-Lan möglich. Ein Zugeständnis an die Mobilfunkbetreiber, um Netzüberlastungen zu vermeiden.

Zum Repertoire gehören Spiele wie „Super Monkey Ball“ von Sega oder Internet-Tools wie der „Ebay-Agent“ für einfache Online-Auktionen. Selbst Open-Source-Anwendungen wie der Multimedia-Alleskönner „VLC Media Player“ werden zur Verfügung stehen. Bereits angekündigt ist auch eine iPhone-Version der beliebten Blog-Software „Typepad“. ZappTek will Bücher über den App Store vertreiben, die dann auf dem iPhone gelesen werden können.

Nicht nur Großunternehmen, auch Kleinentwickler können Anwendungen erstellen. Dazu benötigen sie das sogenannte „Software Developer Kit“ (SDK) und eine Entwicklungsumgebung wie „Eclipse“. Die fertige Software kann dann auch in einer simulierten iPhone-Umgebung getestet werden. Das SDK ist bislang nur als Vorabversion verfügbar, es soll in den nächsten Wochen als endgültige Testumgebung ausgeliefert werden. Es gibt Einschränkungen: Entwickler dürfen nicht auf den GPS-Chip zugreifen und eine Navigationssoftware erstellen, auch der Musikspieler „iPod“ ist gegen fremde Programmierkünste geschützt.

Einen anderen Weg, Software auf das iPhone zu bekommen, wird es nur für geschlossene Benutzergruppen geben. Firmen und Bildungseinrichtungen werden über ihre Intranets Software direkt auf vorher genau festgelegte iPhones übertragen können. Sie müssen sich dazu allerdings vorher wie Programmentwickler bei Apple registrieren. Programme, die den Kriterien von Apple nicht entsprechen, können jederzeit aus dem Store entfernt werden. Eine Vorabzertifizierung wird es nur daraufhin geben, ob gesetzliche Bestimmungen missachtet werden. Pornografie soll nicht erlaubt werden.

Um zu verhindern, dass schädliche Software auf das iPhone geladen wird, müssen die Entwickler eine digitale Signatur in ihre Programme integrieren. Sie sorgt dafür, dass die Software nur ausgeführt wird, wenn sie unverändert ist. Sollte ein Virus ein Programm infizieren, wird es nicht mehr gestartet. Dank der Signatur käme Apple einem Virenverbreiter zudem schnell auf die Schliche. Die größte Gefahr besteht weiter aus Sicherheitslücken im Web-Browser Safari und durch E-Mail-Anhänge.

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