Der neue Standard startet ohne Handys
UMTS funkt bereits still und leise

Die Ära der milliardenteuren Mobilfunktechnik UMTS hat in Deutschland begonnen - bislang hat es nur kaum jemand bemerkt. Still und leise haben die Mobilfunkbetreiber ihre neuen Netze eingeschaltet. Noch immer zögern die Unternehmen, Dienste für UMTS offiziell zu vermarkten - aus Mangel an anspruchsvollen Handys und aus Angst, die Kunden zu enttäuschen.

slo DÜSSELDORF. Doch andererseits müssen die Mobilfunkbetreiber gemäß den Auflagen der Telekom-Regulierungsbehörde bis 31. Dezember ein Viertel der Bevölkerung mit ihrer UMTS-Infrastruktur abdecken. Anfang Januar ziehen Mitarbeiter der Behörde los, um dies zu prüfen. Und zudem wollen die Unternehmen ihre Technik testen, bevor sie sie dem Massenmarkt anbieten. Unter realistischen Bedingungen sollen Fehler ausgemerzt werden. Daher haben zumindest die Mobilfunkmarktführer in Deutschland, T-Mobile und Vodafone D2, für einen kleinen Teil ihrer potenziellen Kunden den neuen Mobilfunkstandard, der Videotelefonie ermöglicht und das mobile Internet schneller und bequemer machen soll, Wirklichkeit werden lassen.

Zunächst haben die Unternehmen Datenkarten an Geschäftskunden verteilt, die das UMTS-Netz mit tragbaren Computern ausprobieren können. "So ist es leichter, UMTS zum Funktionieren zu bringen", heißt es in der Branche. Denn UMTS-Handys überzeugen auf Grund ihrer kurzer Akku-Lebensdauer und technischer Probleme noch nicht. Der Knackpunkt: Die Geräte müssen in den neuen und in den bestehenden Mobilfunknetzen funktionieren, denn UMTS wird es zunächst nur in Ballungsräumen geben. Der Übergang von der einen zur anderen Technik bereitet aber Schwierigkeiten, die Gespräche werden dabei unterbrochen.

Die etablierten Mobilfunkbetreiber haben daher den kommerziellen Start von UMTS immer wieder verschoben - nächstes Jahr soll es aber so weit sein. Einen genauen Termin will keiner nennen. Nur so viel steht fest: Auf der Technologiemesse Cebit im März werden die Anbieter ihre UMTS-Pläne und-Preise genauer vorstellen. Als Anhaltspunkt gilt: "UMTS-Handys wird es wohl zunächst ab 400 Euro aufwärts geben. Erst 2005 wird das Preisniveau unter 100 Euro sinken", sagt Rudolf Gröger, Chef des Mobilfunkbetreibers O2. Und auch das ist klar: "Wir werden bei der Vermarktung von UMTS nicht über UMTS sprechen, sondern die neuen Möglichkeiten der Technik bewerben", sagt Gröger dem Handelsblatt.

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