Digitale Mediencenter
Wie Ihr PC zum Videorekorder wird

Der PC ist als Medien-Maschine mittlerweile unübertroffen: DVD- und CD-Wiedergabe sowie das Abspielen von Videos und Musik aus dem Internet sind problemlos in höchster Qualität möglich. Eine TV-Karte ermöglicht Empfang und Aufzeichnung von Fernsehsendungen und sogar HDTV. Und vor allen Dingen kann die Technik immer wieder an neue Medien-Formate angepasst werden. Ein Medien-PC ist also eine interessante Alternative zu DVD-Player, Videorekorder & Co. Handelsblatt.com verrät Ihnen, welche Komponenten dafür benötigt werden.

DÜSSELDORF. Mit Ausnahme einer TV-Karte sind die meisten für den Einsatz als Mediencenter benötigten Komponenten in aktuellen PCs enthalten. Ein DVD-Brenner, eine USB-2.0-Schnittstelle und ein Netzwerk-Anschluss sind gängige Standards bei allen Geräten, die nicht älter als zwei bis drei Jahre sind. Die Nachrüstung eines einzelnen Bauteils wie zum Beispiel eines HD-DVD-Laufwerks oder einer größeren Festplatte für TV-Aufzeichnungen ist preiswert und problemlos möglich. Bei der nachträglichen Anschaffung einer TV-Karte ist die Wahl des Modells davon abhängig, welche Art von TV-Signal verarbeitet werden soll: Herkömmliches, analoges Fernsehen (per Kabel oder Antenne), DVB-T (digitales terrestrisches Fernsehen), DVB-C (digitales Kabelfernsehen) oder DVB-S (digitales Satellitenfernsehen).

Für den Empfang von HDTV per Satellit ist ein DVB-S2-Empfänger erforderlich. Um dabei eine fehlerfreie Entschlüsselung des digitalen Signals gewährleisten zu können sollte obendrein möglichst eine CPU mit zwei Prozessorkernen (etwa aus der Intel „Core2Duo“- oder der AMD „Athlon 64 X2“-Serie) im verwendeten PC vorhanden sein. Ältere Prozessoren sind – mit Ausnahme der Spitzenmodelle mit mehr als 3,2 Ghz Taktfrequenz – mit der Umrechnung überfordert. Bei allen Arten von Empfängern können Sie zwischen externen Geräten für den Anschluss an die USB-2.0-Schnittstelle oder PCI-Steckkarten für den internen Einbau auswählen.

Bild und Ton

Eine Schlüsselrolle im System spielt auch die Grafikkarte: Sie sollte zunächst einmal einen Video-Ausgang mit ausreichender Bildauflösung besitzen. 1024x768 Bildpunkte sind für die Wiedergabe von Standard-TV-Bildern geeignet, auch Filme im 16:9-Format lassen sich damit ohne Qualitätsverluste darstellen. Dieses Ausstattungsmerkmal ist bei fast allen Karten der letzten zwei bis drei Jahre ebenfalls standardmäßig vorhanden. Für die Ausgabe von HDTV-Bildern sollte die Grafikkarte die Möglichkeit bieten, per HDMI-Schnittstelle oder HDMI-Adapterkabel einen „HDready“-Fernseher anzuschließen. Sollen HD-Medien wie HD-DVD oder Blu-ray abgespielt werden, muss die Karte zudem den HDCP-Kopierschutz unterstützen und eine Unterstützung für das verwendete „H.264“-Video-Format bieten. Das ist der Fall bei Grafikkarten der neusten Generation, die vom Hersteller mit dem Kürzel „HD“, als „HD-fähig“ oder ähnlich bezeichnet werden.

Die Soundausgabe erfolgt im Gegensatz zu DVD-Playern oder anderen Videogeräten auf getrenntem Weg: Entweder werden die Signale per Adapterkabel vom analogen Lautsprecherausgang des PCs an den Fernseher oder die Stereoanlage übergeben. Für die Wiedergabe von Dolby-Digital-Sound (Surround-Sound mit 5+1 Lautsprechern) kann auch der digitale Ausgang des Soundchips benutzt werden. In diesem Fall wird das digitale Signal an einen Hifi-A/V-Verstärker mit einem entsprechenden Decoder übermittelt. Falls kein solcher Verstärker mitsamt Boxen vorhanden ist, kann zur Not auch ein preiswerteres PC-Lautsprechersystem benutzt werden, das für die Wiedergabe von 5.1-Digital-Sound geeignet ist.

Seite 1:

Wie Ihr PC zum Videorekorder wird

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%