Display und Tastatur fallen positiv auf
Das E-Mail-Konto in der Hosentasche

E-Mails per Handy abrufen - ein nerviges Gefummel, auch wenn der Mobilfunkbetreiber meines Vertrauens gerne etwas anderes behauptet. Doch in der Realität ist es teuer, langsam, und Winz-Tastaturen treiben einen in den Wahnsinn.

Entsprechend niedrig waren die Erwartungen an den neuen Blackberry Handheld von RIM mit T-Mobile - Push-Dienst für Privatnutzer. Doch zu Unrecht. Wenn?s um E-Mail geht, macht den Kanadiern keiner was vor: Das läuft, zeigte der Weekend- Journal-Praxistest. Blackberry feierte in der SMS-Diaspora Nordamerika Erfolge mit mobilen E-Mail-Lösungen für Unternehmen. Firmen- E-Mails werden auf einem RIM-Server im Unternehmensnetz komprimiert und auf den Handheld geschickt ("push"). Gute Lösung - aber für Privatanwender viel zu teuer.

Die Modelle 6230 (monochrom) und 7230 (Farbe) erlauben erstmals, normale Mail-Konten von Anbietern wie Hotmail, Web.de, Yahoo oder AOL direkt einzubinden. Die Anmeldung eines E-Mail-Kontos erfordert ca. fünf Minuten, dann geht?s los. Alle 15 Minuten werden per GPRS-Verbindung die Mails auf das Gerät geholt. Um die Kosten gering zu halten, können Anhänge, etwa PDF-Dateien, häppchenweise gelesen werden. Einschränkung: Bilder werden nicht angezeigt.

Die Blackberrys können telefonieren (Triband), SMS (keine MMS), WAP browsen und haben eine USB- Schnittstelle. Das Design der Flachmänner erinnert an ein Pizzablech, dafür sind Display und Tastatur lobend hervorzuheben. Die Arbeit geht flott voran, auch dank des seitlichen Rädchens, mit dem die Menüs abgerufen werden.

Der billigste Einstieg in den E-Mail-Spaß kostet bei T-Mobile bei einem 24-Monatsvertrag monatlich 19,95 Euro, die Grundgebühr für die Sim-Card und 170 Euro für den Monochrom-Blackberry. Ironischerweise müssen ausgerechnet T-Online-Kunden noch 2,95 Euro pro Monat für die Erlaubnis zahlen, ihre E-Mails per "POP-3" abholen zu dürfen. Das ist Voraussetzung für den Push-Dienst und bei Konkurrenten wie Web.de schon im Free-Account enthalten.

Fazit: Wer privat oder als Freiberufler viel mit E-Mail und SMS arbeitet und weniger telefoniert, findet im Blackberry einen angenehmen Wegbegleiter.

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