dLan 200AV
Powerline als Alternative zur Wlan-Luftnummer

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich Internet aus der Steckdose zur Alternative zur Wlan-Luftnummer entwickelt. Mit der jüngsten Generation der Webspender aus der Wand, sind Bandbreiten möglich, die sogar hochauflösende TV-Signale übertragen. Was will man mehr.

Drahtloses Internet per Funkwellen ist bequem, aber nicht jedermanns Sache in Wohn- oder Schlafzimmer. Und so manch dicke Wand aus Beton hat sich auch schon als übler Spielverderber erwiesen, wenn es darum geht, Internet-Telefon oder Musik im ganzen Haus zu verbreiten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich Internet aus der Steckdose zur Alternative zur Wlan-Luftnummer entwickelt. Mit der jüngsten Generation der Webspender aus der Wand, sind Bandbreiten möglich, die sogar hochauflösende TV-Signale übertragen. Was will man mehr.

Im Test war das Starterkit vom Marktführer Devolo aus Aachen, knapp 160 Euro teuer und ausreichend für eine Punkt zu Punkt-Verbindung. Also zum Beispiel vom DSL-Anschluss zum PC im Arbeitszimmer. Die Installation ist denkbar einfach, Adapter in die Stckdosen, Kabel an DSL-Modem und (eingeschalteten) PC angeschlossen und schon steht die Verbindung. Wichtig ist, über die mitgelieferte PC-Software die Verschlüsselung zu aktivieren, damit (wie beim Wlan) nicht der Wohnungsnachbar unter umständen Daten mitlesen kann. Eine individuelle Sicherheits-ID ist auf jedes Gerät aufgedruckt. Natürlich sollte dann auch das Standard-Kennwort ausgetauscht werden. Per Software werden auch weitere Adapter am Netz angemeldet.

Die Kombi DSL-Modem/PC funktionierte auf Anhieb und die erzielten Datenraten lagen bei rund 80Mbit/Sekunde. Das ist weniger als die Hälfte der angegebenen Bruttorate von 200 Mbit/Sekunde, was auf die komplizierten Übertragungsprotokollet zurückzuführen ist. Aber selbst für HD-TV ist diese Bandbreite absolut ausreichend.

Schlecht: Die Adapter sollten immer direkt an der Steckdose und nicht an einer Steckereiste sitzen. Das ist in der Realität deutscher Altbauten oft ein echtes Problem. Da hilft nur Ausprobieren vor Ort (Rückgabegarantie mit dem Händler ausmachen).

Jeder weitere Adapter kommt mit rund 100 Euro pro Stück ziemlich teuer. Über eine intelligente Mischung aus Wlan und Powerline lassen sich aber mehrere Zimmer allerdings effektiv versorgen. Also etwa Internet aus dem Keller per Powerline in den ersten Stock holen und da mit einem Switch (Verteiler) am Powerline-Adapter weiter auf PC, Laptop und Settop-Box verteilen.

Leider sind die High-Speed-Adapter auch nicht mit den älteren Modellen (11 und 85 Mbit) zusammen in einem Netz zu betreiben. Aufrüsten heißt austauschen. Dem Käufer muss auch klar sein, dass er sich auf die Produkte eines Herstellers (und dessen Preise) festlegt. Es gibt noch andere Powerliner wie Panasonic oder Linksys, aber jeder kocht sein eigenes Süppchen.

Fazit: Die Alternative für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, wenn Wlan versagt. Ein umfangreiches Heimnetz aus Powerline-Adaptern geht aber ins Geld und erfordert viele freie Steckdosen im Haus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%