Drei-Cent-Tarife sprechen Kunden an
E-Plus sieht 25 Prozent Gewinnmarge

Auf lange Frist erwartet E-Plus, Deutschlands drittgrößter Mobilfunknetzbetreiber, eine steigende Gewinnmarge dank sinkender Kosten für den Netzausbau.

HB DÜSSELDORF. E-Plus-Chef Uwe Bergheim sagte am Donnerstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters: "Ich glaube, dass wir langfristig bei der Ebitda-Marge mehr als 25 Prozent erreichen können." Diese Prognose bezieht sich seinen Angaben zufolge auf einen Zeitraum ab dem Jahr 2008. 30 Prozent seien dann machbar, ergänzte Bergheim. Derzeit liegt der Anteil des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) am Umsatz bei E-Plus bei gut 25 Prozent.

Die Profitabilität der beiden marktführenden Mobilfunkbetreiber in Deutschland, T-Mobile und Vodafone, wird E-Plus nach den Worten von Bergheim jedoch nicht erreichen können. "40 Prozent (Ebitda-Marge) ist für eine Nummer Drei im Markt nicht machbar", sagte der E-Plus-Chef. Denn bei einer Kundenbasis von jeweils mehr als 25 Millionen Nutzern profitierten T-Mobile und Vodafone von Kostenvorteilen. E-Plus erwirtschaftete mit seinen 8,7 Millionen Kunden im zweiten Quartal einen Umsatz von 676 Millionen Euro, der viertgrößte Anbieter auf dem deutschen Mobilfunkmarkt O2 hat 6,3 Millionen Kunden.

Hohe Investitionen in den Netzausbau

E-Plus investiert seit 2003 verstärkt in sein Mobilfunknetz. Für den Aufbau des Mobilfunknetzes mit der neuen Technik UMTS sind bis Ende des Jahres 2005 Investitionen in Höhe von bis zu 1,1 Milliarden Euro vorgesehen, um die Lizenzvorgaben zu erfüllen. Zudem steckt E-Plus bis zu diesem Zeitpunkt weitere 400 Millionen Euro in das bereits bestehende GSM-Mobilfunknetz, um die Netzabdeckung insbesondere für Geschäftskunden zu verbessern. "Wenn Ende nächsten Jahres beziehungsweise Mitte übernächsten Jahres der Netz-Ausbau abgeschlossen ist, sollte sich die Gewinnmarge verbessern", erläuterte Bergheim. Wegen hoher Abschreibungen für Lizenzen und Netztechnik erwirtschaftet E-Plus unter dem Strich noch Verluste. Die Gewinnschwelle soll bei einer Kundenbasis von rund elf Millionen Nutzern erreicht werden.

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