Schluss mit dem Drohnen-Wildwest

Drohnen über Deutschland
Schluss mit Wildwest am Himmel

Das massenhafte Vordringen der Drohnen in den deutschen Luftraum hatte lange etwas von Wildwest am Himmel. Nun sollen klare Regeln dem Wildwuchs ein Ende machen. Noch steht die Infrastruktur aber nicht überall.
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HannoverFür Drohnenbesitzer in Deutschland beginnt mit der am Freitag in Kraft getretenen neuen Drohnen-Verordnung eine neue Zeitrechnung. Sie soll das bisher eher unübersichtliche Regelwerk vereinfachen und die derzeitige Wildwest-Stimmung am Drohnenhimmel in geordnete Bahnen lenken.

„Das sind aus meiner Sicht hochvernünftige Maßnahmen, um den Masseneinsatz von Drohnen möglich zu machen“, sagt der Chef der Prüfgesellschaft TÜV Nord, Dirk Stenkamp, „denn der Einsatz dieser Fluggeräte kann nicht nur hochgradig gefährlich sein, sondern auch die Privatsphäre vieler Menschen beeinträchtigen.“

Die Neuordnung wurde nötig, um den rasant wachsenden Markt der Drohnenflieger zu regulieren. Denn die Zahl der Drohnen in Deutschland ist mittlerweile stark gestiegen und dürfte Schätzungen zufolge bei rund 500.000 liegen.

Unter anderem bei Einsätzen von Polizei und Rettungskräften, über Menschenansammlungen sowie in An- und Abflugbereichen von Flughäfen herrscht künftig Flugverbot. Für Drohnen ab 250 Gramm oder wenn Geräte Töne und Bilder aufnehmen können, sind Flüge über Wohngrundstücken tabu. Generell dürfen Drohnen maximal 100 Meter hoch aufsteigen. Ausgenommen sind Modellfluggelände – oder wenn der Steuerer einen Kenntnisnachweis hat.

Doch trotz einer Informationskampagne der Behörden gibt es bei vielen Drohnenbetreibern noch so manches Fragezeichen. „Bei uns gibt es vor allem Anfragen zu den Stellen, bei denen Drohnenbesitzer ihren Kenntnisnachweis erlangen können“, sagt Cornelia Cramer vom Luftfahrtbundesamt (LBA) in Braunschweig.

Diese Führerschein-ähnliche Bescheinigung müssen Betreiber von mehr als zwei Kilogramm schweren Drohnen künftig für den Betrieb der Geräte nachweisen. Spezielle Einrichtungen, die diese Kenntnisse vermitteln und prüfen sollen, gibt es bisher noch nicht. „Diese Stellen werden noch zu definieren sein“, sagt ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin. Daher gibt es bis zum 1. Oktober dafür auch eine Schonfrist. Das gilt auch für die Kennzeichnungspflicht der Geräte ab einem Gewicht von 250 Gramm.

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  • Man muss hier ganz klar einen Unterschied zwischen den typischen Drohnen und Idioten auf dieser Welt und Modellfliegern machen.

    Ich selber bin mit 20 Jahren seit gut 10 Jahren Modellflieger, sowohl im Flächenkunstflug, als auch im Copterbereich.

    Jedes kleine Vorkommnis, was durch unqualifizierte "Drohnenpiloten" vergangen wird, geht zu Lasten der Modellflieger.

    Diesen Flugverkehr einzuschränken hindert doch niemanden, der zuvor über sein Haus fliegen konnte, dass in Zukunft sein zu lassen.
    Kontrolliert werden dann eh nur die Flugplätze der ordentlichen Modellflieger.

    Nur weil ein paar schwarze Schafe mit ihren Quadrocopter über die Autobahn oder Menschenmassen fliegen...oder sogar wie aktuell im Hamburger Fernsehturm hängen bleiben..., wird der Modellflug an sich eingeschränkt.

    Seien wir doch ehrlich: In diesem Bereich wird eins schwarzes Schaf ein schwarzes Schaf bleiben.
    Keiner wird sein mindestens 1000 EUR teures Equipment verkaufen, nur weil irgendjemand eine für den Laien kaum einschätzbare Maximalhöhe vorschreibt.

    Noch sind die Modellfluggelände ja angeblich verschont geblieben, allerdings wird das nicht so bleiben, wenn es weiterhin zu derartigen Vorfällen kommt.

    Zwar habe ich keine Lösung für das Problem, allerdings ist der aktuelle Ansatz meiner Ansicht nach der Falsche.

  • " Für Drohnen ab 250 Gramm oder wenn Geräte Töne und Bilder aufnehmen können, sind Flüge über Wohngrundstücken tabu. "

    Außer für "Sicherheits"behörden, die dürfen alles, denn sie sind für betreutes und gelenktes Leben von uns Bürgern zuständig.

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