Edge ist Bedrohung für UMTS
Datenturbo für GSM-Netze

Der Telekomkonzern Telia Sonera wird beginnend in Finnland die so genannte Edge-Technologie in sein bestehendes Mobilfunknetz integrieren. Edge (Enhanced Data Rates for GSM Solution) ist eine Art Turbo für GSM-Mobilfunknetze, durch die Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis zu 384 kbs erreicht werden können.

HB/hst STOCKHOLM. Die Technik wird von Experten als Bedrohung für den Mobilfunkstandard der dritten Generation, UMTS, gesehen. Sie ist relativ kostengünstig und einfach in bestehende Netze zu integrieren. Der finnisch-schwedische Konzern ist eines der ersten Telekom-Unternehmen in Europa, die Edge einführen wollen. In den USA ist die Technik bereits weit verbreitet.

Telia Sonera-Chef Anders Igel betonte gestern, dass sein Konzern bereits in diesem Herbst die Technologie in das finnische GSM-Netz integrieren werde. Man prüf außerdem, ob man Edge in Schweden und den baltischen Staaten starten soll.

Nach Meinung von Urban Ekelund vom Stockholmer Telekom-Researchunternehmen Redeye ist Edge auch eine Möglichkeit für Mobilfunkbetreiber, die Kunden allmählich an UMTS heranzuführen. „Die meisten UMTS-Dienste lassen sich mit Edge realisieren“, sagt er. Die UMTS-Technik lässt im besten Fall Datenübertragungsraten von 2 Mbs zu. Realistischer sind nach Ekelunds Ansicht jedoch Geschwindigkeiten von rund 400 bis 500 kbs, so dass der Unterschied zu Edge mit 384 kbs gar nicht mehr groß wäre. Für den Experten könnte der Telia Sonera-Vorstoß ein Signal auch für andere Telekom-Gesellschaften sein, Edge in GSM-Netze zu integrieren. Um Edge nutzen zu können, müssen die Mobiltelefone der Kunden allerdings entsprechend ausgerüstet sein, was derzeit noch ein Hinderungsgrund für eine schnelle Verbreitung ist.

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