Einbußen der skandinavischen Anbieter sind am größten
Margenverfall setzt Mobilfunkern zu

Die Gewinnspannen der europäischen Mobilfunkgesellschaften geraten unter Druck: Zum ersten Mal seit gut drei Jahren stagnieren oder sinken die Margen beim operativen Ergebnis, und das setzt vor allem skandinavischen Anbietern wie Telia Sonera, Tele2 und Elisa zu. Dies schreiben Analysten von Credit Suisse First Boston in ihrer neuesten Mobilfunkstudie.

DÜSSELDORF. „Der harte Konkurrenzkampf ist das Hauptrisiko für die Rentabilität der Mobilfunkbetreiber“, schreiben die Branchenexperten. Die Auswirkungen dieses Trends seien bereits bei einigen Unternehmen sichtbar und würden verstärkt ins Blickfeld rücken, wenn die Mobilfunker ab nächster Woche ihrer Quartalsergebnisse bekannt geben.

Angefacht wird der Wettbewerb durch neue Anbieter, darunter die europäischen Töchter des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa sowie Unternehmen ohne eigenes Mobilfunknetz, die bei Netzbetreibern Minutenkontingente kaufen und auf eigene Rechnung verkaufen. Diese so genannten virtuellen Mobilfunknetzbetreiber (MVNO) verstärken den Wettbewerb vor allem in Skandinavien.

Damit wiederholt sich offenbar in Europa eine Entwicklung, die sich in Japan bereits etwas länger abzeichnet – allerdings mit Unterschieden: Branchenexperten erwarten, dass die Einbußen der europäischen Mobilfunkbetreiber geringer ausfallen werden als die des japanischen Mobilfunkmarktführers NTT Docomo. Dieser hatte im Mai einen Rückgang des operativen Gewinns im zweistelligen Prozentbereich angekündigt.

Einer der Hauptgründe für diese Schwächen ist der neue Mobilfunkstandard UMTS. Die Zahl der Nutzer wächst bei Docomo langsamer als bei dem Konkurrenten KDDI, was das Unternehmen mit niedrigeren Preisen zu ändern versucht.

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