Einfache Maßnahmen entlasten Stromrechnung
Das Energiemonster PC bändigen

Aktuelle PCs verbrauchen bis zu 350 Watt Strom in unbelastetem Zustand, wenn Leistung gefordert wird, können es sogar beinahe 500 Watt sein. Bei einer angenommenen Nutzungsdauer von acht Stunden täglich entstehen dadurch Stromkosten in Höhe von fast 200 Euro im Jahr. Doch die Pointe liegt darin, dass PC-Systeme und die zugehörigen Peripheriegeräte 70 Prozent der Energie im Leerlauf verbrauchen. Hier bietet sich also eine Menge Potenzial für Einsparungen.

DÜSSELDORF. Die einfachste Methode, den Stromverbrauch des PCs und aller angeschlossenen Geräte zu senken, besteht bei nur 30 Prozent Auslastung also zunächst einmal darin, die Leerlaufzeiten drastisch zu verkürzen. Unangefochtener Spitzenreiter hinsichtlich der Einfachheit ist sicherlich der konsequente Griff zum Ausschalter der Peripherirgeräte bzw. das Herunterfahren des PCs in längeren Arbeitspausen.

Doch in dem kleinen Wort „konsequent“ liegt bereits der Haken: Wenn aus einem kurzen Gang in die Küche die Mittagspause wird, bleibt der PC doch wieder an, weil das Ausschalten ursprünglich nicht lohnenswert erschien. Der Drucker bleibt für zwei einsame Druckjobs in der Woche rund um die Uhr an, weil das Gerät schlicht vergessen wird. Die Liste der alltäglichen Nachlässigkeiten, mit denen die „Einfach Abschalten“-Methode unterlaufen wird, lässt sich beliebig verlängern.

Einfache Energiesparhilfen

Abhilfe schafft der Einsatz diverser Hilfen, die einem das ständige Mitdenken zumindest teilweise abnehmen. Zentrales Element am PC selbst sind die eingebauten Energiesparfunktionen, die unter Windows und anderen Betriebssystemen genutzt werden können. Damit lassen sich die wichtigsten Verbraucher wie Prozessor, Festplatte oder Monitor nach voreingestellten Leerlaufzeiten automatisch nacheinander abschalten. In der letzten Stufe werden die Daten des Arbeitsspeichers auf Festplatte gesichert und der PC ganz ausgeschaltet. Um aus diesem „Winterschlaf“ wieder aufzuwachen, benötigt das System - im Gegensatz zum regulären Hochfahren - nur wenige Sekunden. Falls beispielsweise die Mittagspause anstelle von 20 Minuten zwei Stunden dauert, kann sich der PC mit Hilfe der Energiesparfunktionen nach 30 Minuten selbstständig abschalten und in der restlichen Zeit rund 97 Prozent weniger Strom verbrauchen.

Doch mit dem Herunterfahren alleine ist es nicht getan, wenn der maximale Einspareffekt erreicht werden soll. Denn im Standby-Betrieb verbrauchen alle beteiligten Geräte rund um den PC immer noch eine Menge Strom: Ein Monitor zwischen einem und drei Watt, ein Laserdrucker zwischen 20 und 30 Watt, ein WLAN-Router vier bis sechs Watt. Einige Multifunktionsdrucker mit Fax- und Scanner-Funktion genehmigen sich sogar zwischen 150 und 300 Watt im Leerlauf. Der PC selbst ist mit 3 bis 15 Watt Leistung im ausgeschalteten Zustand beteiligt.

Hier hilft eine schaltbare Steckdosenleiste, die möglichst bequem in Reichweite platziert wird, und mit der auf Knopfdruck alle angeschlossenen Verbraucher stromlos geschaltet werden. Beim Verlassen des Büros nach Feierabend reduziert sich so durch einen einzelnen Handgriff der gesamte Verbrauch bis zum anderen Morgen auf Null. Noch eleganter sind so genannte „Master/Slave“-Steckdosenleisten, bei denen das Ausschalten des Geräts an einer Steckdose alle anderen Anschlüsse deaktiviert. So lässt sich das Abschalten der gesamten Büro-Hardware beispielsweise an das Ausschalten der Schreibtischlampe koppeln.

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