Einstieg in den Smartphone-Markt
Amazon stellt das „Fire Phone“ vor

Mit einer Art Suchmaschine für die reale Welt und einem breiten Inhalte-Angebot bewirbt Amazon sein erstes eigenes Smartphone. Und mit dem „Fire Phone“ soll es noch einfacher werden, bei Amazon einzukaufen.
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SeattleDer weltgrößte Online-Händler Amazon wagt den Einstieg in den heiß umkämpften Markt für Smartphones. Konzernchef Jeff Bezos präsentierte am Mittwoch das Computer-Telefon mit dem Namen „Fire Phone“. Es hat einen 4,7 Zoll großen Bildschirm, der dreidimensionale Fotos darstellen kann und eine 13-Megapixel-Kamera, wie US-Journalisten von der Amazon-Veranstaltung in Seattle berichteten. Das Gerät kommt Ende Juli zunächst nur in den USA auf den Markt. Amazon macht keine Angaben zu einem möglichen Start in Deutschland.

Im harten Wettbewerb mit etablierten Rivalen wie Apple und Samsung will Amazon mit dem Angebot an Diensten punkten. So bekommen die Nutzer uneingeschränkten Online-Speicherplatz für Fotos und kostenlosen Zugriff auf Amazons Video-Angebot und den jüngst vorgestellten Musik-Streamingdienst.

Konzernchef Bezos erklärte, das Handy "legt alles, was Sie an Amazon lieben, in ihre Handfläche". Nutzer erhalten beim "Fire Phone" uneingeschränkten Online-Speicherplatz für ihre Fotos. Außerdem bekommen Käufer ein Jahresabo von Amazons Streaming-Dienst "Prime" gratis, bei dem eine Vielzahl von Filmen, TV-Serien und Lieder aus dem Internet abgespielt werden können.

„Können wir ein besseres Smartphone für unsere treuesten Kunden bauen? Ich bin begeistert, Ihnen zu sagen, dass die Antwort ja lautet“, sagte der Amazon-Chef. Laut dem „Wall Street Journal“ soll das „Fire Phone“ in den USA exklusiv vom Mobilfunkanbieter AT&T vertrieben werden.

Eine innovative Schlüsselfunktion heißt „Firefly“ und funktioniert wie eine Art Suchmaschine für die reale Welt. Wenn man damit Gegenstände fotografiert, wird man zum entsprechenden Produkt im Amazon-Angebot weitergeleitet. Die Funktion kann aber auch bis auf die einzelne Serienfolge erkennen, welche Sendung gerade im Fernsehen läuft und funktioniert auch für Telefonnummern oder Kunstwerke.

Ein System aus vier Kameras rund um den Bildschirm verfolgt permanent die Kopf-Position des Nutzers und passt die Darstellung auf dem Display entsprechend an. Das soll eine nahezu dreidimensionale Optik ermöglichen. Infrator-Sensoren folgen den Bewegungen auch in der Dunkelheit. An der Funktion sei vier Jahre gearbeitet worden, sagte Bezos.

Sowohl bei „Firefly“ als auch bei der Display-Technik gibt es schon jetzt Schnittstellen für App-Entwickler. Das soll die Integration in verschiedene Anwendungen ermöglichen – so wird es eine App geben, die Informationen über Weine nach einem Foto des Etiketts anzeigt.

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199 Dollar und ein Vertrag bei AT&T

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