Endlich Welpen, die nicht auf den Teppich pinkeln
Tamagotchis Erben

Erinnern Sie sich an die piepsenden Plastik-Eier, die einen in den Wahnsinn getrieben und zu willenlosen elektronischen Babysittern gemacht haben? Genau: Tamagotchi. Die Welpen der Hundesimulation "Nintendogs" sind jetzt die schwanzwedelnden Nachfolger der dauernd hungrigen und schlecht gelaunten Pixelmonster für die Spielekonsole Nintendo DS. Und das Schlimmste: Sie schauen einen auch noch aus treuen Hundeaugen an.

HB DÜSSELDORF. Nintendogs nutzt die Fähigkeiten des Nintendo DS mit seinen beiden Bildschirmen weidlich aus. Mit dem Mikrofon kann man seinen Liebling zu sich rufen, ihm mit dem Stift den Bauch kraulen, indem man über den Berührungsbildschirm streicht, und per Funkverbindung den Kläffer sogar zum Spielen auf andere Nintendo-Konsolen schicken.

Im "Wau-Wau-Modus" erkennt die Konsole, wenn andere Nintendogs in der Nähe sind und bellt los. Sind sich Herrchen und Frauchen grün, können sie ihre Lieblinge zusammen spielen lassen. Wie auf der echten Wiese. Mit einem Geschenk im Maul trottet der kleine Kerl dann brav mit treuem Augenaufschlag zu seinem neuen Freund (Freundin?) hinüber.

Ach ja: Die üblichen Peinlichkeiten des echten Hundelebens, wenn ein Rüde einer läufigen Hündin begegnet, bleiben einem hier erspart. Die Welpen werden nie erwachsen, können sich also auch nicht fortpflanzen. Touché! Problem elegant umschifft, schließlich baut Nintendo ja Familienspielzeug. Neben digitalem Gassi-Gehen im Park kann man mit dem Jungspund auch trainieren. Nach endlosen Versuchen - eben wie im richtigen Leben - hört er auf gesprochene Kommandos, macht "Platz" oder "Sitz". Ist er gut genug, siegt er in kleinen Wettbewerben.

Fazit: Ein liebenswerter Weihnachtsknüller von Nintendo mit gelungener Grafik für knapp 40 Euro. Testkind Katharina, 13, war jedenfalls restlos begeistert. Leider war nach wenigen Tagen schon fast das gesamte Spiel durchgespielt. Aber danach machte es noch viel Spaß, den Welpen einfach beim Herumtollen zuzusehen oder wie sie die Seifenblasen jagen, die der Spieler pustend im Mikrofon erzeugt.

Internet: nintendogs.nintendo.de/player.cfm

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%