Erstes TV-Handy vorgestellt
Nokia wittert Chancen mit High-Tech-Telefonen

Mit einer immer engeren Verflechtung von Mobiltelefonen mit anderen technischen Geräten und Dienstleistungen will Nokia auch in Zukunft den Weltmarkt anführen.

HB BARCELONA. Dramaturgisch war es perfekt: Zu pumpenden Bassklängen und schnellgeschnittenen Bildern fröhlicher junger Menschen auf einer riesigen Breitbild-Leinwand betrat der Mann die Bühne, der aus dem ehemaligen Gummistiefel-, Papier- und Kabelhersteller Nokia den unangefochtenen Weltmarktführer bei Handys gemacht hat. Zwar wird Jorma Ollila, Noch-Konzernchef von Nokia und einer der erfolgreichsten europäischen Manager, im Sommer kommenden Jahres das Ruder an Olli-Pekka Kallasvuo weitergeben. Dennoch ließ es sich der charismatische Finne nicht nehmen, auf der jährlich in Barcelona stattfindenden Nokia Mobility Conference den Kurs seines Weltkonzerns auch für die Zukunft nachhaltig abzustecken und damit noch einmal den Druck auf die Konkurrenz ordentlich zu erhöhen.

Konvergenz lautet das Zauberwort für den Branchenprimus, also die immer engere Verflechtung von Bereichen, die bislang allenfalls ein Leben nebeneinander führten: Mobilfunk und Festnetz, Musik und Fernsehen, ja selbst die Steuerung von Haushaltsgeräten und der heimischen Stereoanlage – alles soll nach Ollilas Vorstellung schon sehr bald mit einem einzigen Handy möglich sein.

„Wenn ich auf die vergangenen 14 Jahre zurückschaue, ist es selten so interessant gewesen wie heute“, begann Ollila seine Präsentation der strategischen Ausrichtung des Konzerns. Nachdem Nokia bereits vor vielen Jahren mit seinem zunächst ziegelsteingroßen Communicator das erste Multitalent präsentierte, will der Konzern die Marktführerschaft im Business-Segment weiter festigen. Nur ein Bruchteil aller Email-Boxen sei bislang mobil, sagte der Konzernchef und prognostizierte enorme Wachstumsmöglichkeiten für Geräte, die Internet, Email-Zugang und Unternehmenssoftware vereinen. Schon 2006 sei die Hälfte aller weltweit von Nokia verkauften Handys UMTS-tauglich. Wichtiger noch: Im kommenden Jahr werde sich die Zahl der verkauften Smartphones auf 100 Millionen Geräte verdoppeln.

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