EU fordert günstigere Handy-Telefonate im Ausland
4 Minuten = 12 Euro

Die Gebühren für Handy-Telefonate im Ausland sind nach Ansicht der EU-Kommission weiter zu hoch. Daher wird der Druck auf die Mobilfunk-Anbieter erhöht. Rückendeckung gibt es dafür auch von den Verbrauchern. Immerhin 70 Prozent der EU-Bürger wünschen sich eine gesetzliche Regelung.

HB BRÜSSEL. Die zuständige Kommissarin Viviane Reding beklagte am Dienstag in Brüssel, dass trotz Versprechen der Betreiber, die so genannten Roaming-Gebühren zu senken, seit dem Sommer wenig passiert sei. Das belege die jüngste Erhebung der Tarife durch die Kommission.

Die Kommission will gemeinsam mit dem Parlament und den EU-Staaten möglichst bis zu den Sommerferien 2007 Regelungen durchsetzen, um die Roaming-Gebühren zu senken. Sie fallen an, wenn Kunden im Ausland angerufen werden oder von dort aus telefonieren. Die Anbieter berechnen sich weltweit gegenseitig die Kosten für die Nutzung der jeweiligen Netze.

Nach Berechnungen der Kommission kostet Mobilfunk-Unternehmen ein Anruf in einem fremden ausländischen Netz in etwa 0,20 Euro. Den Kunden würden durchschnittlich 1,15 Euro in Rechnung gestellt. "Darunter leiden die Verbraucher, die Unternehmen, und darunter leidet Europa", sagte Reding.

Auf der Internetseite » ec.europa.eu können Verbraucher sich über die Kosten informieren. Für die deutschen Anbieter E-Plus, O2, T Mobile - und Vodafone wird aufgelistet, wie hoch die Roaming-Gebühren beispielsweise in beliebten Reiseländern der Deutsche wie Italien, Spanien und Griechenland ist. Der Vorschlag der Kommission, die Kosten für Auslandsgespräche zu senken, zielt darauf durch Preisobergrenze die Gebühren zwischen Gesprächen im In- und Ausland anzugleichen.

EU-Bürger befragt

Die Kommission befragte zu dem Thema fast 25 000 Bürger in den 25 Euro-Staaten. Mehr als zwei Drittel von ihnen erwarten, dass die Kommission niedrige Kosten für das Roaming durchsetzt. Vier von Fünf der Befragten besitzen ein Mobiltelefon.

70 Prozent der EU-Bürger wünschen sich eine gesetzliche Regelung zur Senkung der so genannten Roaming-Gebühren, wie aus der am Dienstag vorgestellten Umfrage der EU-Kommission hervorgeht. Die Nutzung des Mobiltelefons im europäischen Ausland sei nach wie vor sehr teuer. Mehr als zwei Drittel der Handynutzer verwenden laut Umfrage ihre Geräte im Ausland deswegen weniger.

So kostet nach Angaben der Brüsseler Behörde ein vierminütiges Auslandsgespräch derzeit durchschnittlich vier bis sechs Euro. In einigen Fällen können sogar mehr als zwölf Euro anfallen.

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