EyeTV 410 von Elgato
Trendiges TV-Kasterl

Da fehlt doch was? Vergangene Woche haben wir uns den Mac Mini von Apple angeschaut, der nicht nur durch tolles Design überzeugt, sondern auch die Multimedia- Software "iLife ?05" mitbringt, die bequem DVD brennen kann. Doch zum zünftigen Multimedia-Kasterl für die Studentenbude fehlt noch der Fernsehempfänger, der Apples Junior zum Videorekorder machen würde.

HB DÜSSELDORF. Abhilfe schafft der EyeTV 410 von Elgato. Der matt silberne Empfänger für digitales Antennenfernsehen wird per Kabel an Mac oder Powerbook angedockt. Anschluss und Softwareeinrichtung klappten reibungslos.

Tolles Detail: Ein Signalstärkeanzeiger hilft bei der Ausrichtung der Antenne. Beim Gang durchs Wohnzimmer plärrt eine synthetische Stimme mit dem Charme des Bordcomputers vom Raumschiff Orion regelmäßig Werte zwischen "zero" und "one hundred".

Das würde auch Fernsehgeräten gut zu Gesicht stehen. Denn wird die Antenne nur Millimeter nach links oder rechts verrückt, kann das den Unterschied zwischen Top-Empfang und weißem Rauschen bedeuten. Das Bild auf dem Testfernseher von Sharp war nach korrekter Platzierung einwandfrei.

Überhaupt ist die Software toll. Sie passt sich harmonisch in die Apple-Oberfläche ein, ist übersichtlich zu bedienen. Schon ein paar Klicks ermöglichen Aufnahmen direkt auf Festplatte. Zeitgesteuerte Programmierung ist über den Web-Service www.tvtv.de (begrenzt kostenfrei) oder manuell möglich.

Größtes Manko: Es gibt nur einen einzigen Fernsehempfänger. Während einer Aufnahme auf Festplatte kann nicht gleichzeitig ein anderes Programm geschaut werden.

Sehr lobenswert ist die enorme Auswahl an Ausgabeformaten für die aufgenommenen Dateien. Das Brennen auf DVD wird so zum Kinderspiel. Die Editierfunktion, um Werbung rauszuschneiden, ist etwas simpel, aber wirkungsvoll.

Positiv fiel im Test auch auf, dass der EyeTV 410 kein Extra-Netzteil brauchte. Der Computer übernahm die Stromversorgung. Wieder ein Kabel weniger. Der eingebaute Kartenschlitz fürs Bezahlfernsehen ist noch ohne Funktion, aber wer weiß: In Großbritannien gibt es schon Pay-TV über Antenne.

Fazit: teuer, aber sauber durchdacht. Nur der zweite Fernsehempfänger fehlt.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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