Fernsehen auf dem Handy
Handy-TV-Anbieter Mobile 3.0 am Ende

Erst Anfang Juni hatte Mobile 3.0 den Handy-TV-Testbetrieb aufgenommen, jetzt gibt das Konsortium auf: Sein Angebot wird in Kürze eingestellt.

DÜSSELDORF. Das Handy-TV-Konsortium Mobile 3.0 gibt auf. Wie das Handelsblatt (Online-Ausgabe) aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, wird der Betrieb in Kürze eingestellt

Mobile 3.0 wollte Fernsehen auf Handys empfangbar machen und arbeitete auf Basis des DVB-H-Standards. Nach zahlreichen Verschiebungen hatte Mobile 3.0 Anfang Juni in vier Großstädten seinen Testbetrieb aufgenommen.

Hauptgrund für das Scheitern ist nach Informationen von Handelsblatt.com die Verweigerungshaltung der Telefonkonzerne und Netzbetreiber, entsprechende Geräte zu vertreiben. Vodafone-Sprecher Jens Kürten wies die Schuld am Scheitern des Handy-TV allerdings von sich: „Mobile 3.0 hat auf Arbeitsebene zuletzt im Oktober 2007 mit uns gesprochen.“ Dann habe man nichts mehr gehört: „Wir wären für Gespräche und Tests offen gewesen“, sagt Kürten.

Zu den Anteilseignern von Mobile 3.0 gehören unter anderem die Verlagsgruppen Burda und von Holtzbrinck, der südafrikanische Medienkonzern Naspers sowie der Pixelpark-Gründer Paulus Neef und der Düsseldorfer Anwalt Horst Piepenburg.

Erst Anfang der Woche hatte der Branchenverband Bitkom neue Zahlen zur Akzeptanz von Handy-TV vorgelegt. Demnach möchten hochgerechnet 5,6 Millionen Deutsche Olympia 2008 mobil verfolgen. Weitere fünf Millionen zeigten zumindest ein grundsätzliches Interesse an Handy-TV.

Thomas Knüwer
Thomas Knüwer
Handelsblatt / Reporter
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