Fingerabdruck-Leser von Microsoft
Einfach Daumen drauf

Passwörter. Wie ich sie hasse! Die neue Geißel des Homo digitalis. Dutzende muss ich im Kopf haben. Ob Kontoführung oder Nachrichtendienst: Immer die nervtötende Eingabe einer Kennung, die ich längst wieder vergessen habe. Das demütigende "Zugang verweigert" vermiest so manchen Arbeitstag schon am frühen Morgen.

HB DÜSSELDORF. Wo bleibt die Studie, die zeigt, wie viele Netzangebote bedeutungslos vor sich hindämmern, weil die Internauten einfach keine Lust mehr haben, vergessene Passwörter wieder rauszusuchen?

Abhilfe schafft eine pfiffige Lösung von Microsoft. Ein in eine Tastatur integrierter Leser für Fingerabdrücke, der automatisch Kennwort-Felder ausfüllt und den Nutzer einbucht. Und es funktioniert erstaunlich gut.

Nach problemloser Software-Installation geht es los. Nacheinander werden mehrere Finger zur Erkennung "angemeldet". Das erfolgt durch mehrfaches Aufdrücken der Fingerkuppe auf den Sensor, geht automatisch und ist gut erklärt. Der Nutzer ist jetzt eindeutig als berechtigt identifiziert.

Danach werden die Passwörter festgelegt. Startseite des E-Postdienstes aufrufen, Daumen auf den Sensor legen und ein Extra-Fenster öffnet sich. Name und Passwort werden eingegeben. Beim nächsten Aufruf der Seite zeigt ein Knopf an, dass eine automatische Einwahl möglich ist. Finger drauf - wie von Geisterhand füllen sich die Einbuchungsfelder - fertig.

Wenn der Browser geschlossen ist, öffnet sich beim Druck auf den Sensor eine Liste mit Passwort-Seiten zum Anklicken. Das spart das Eintippen der "www-Adresse".

Leider funktioniert das Ganze nur mit Microsoft Explorer oder Microsoft-Programmen wie MS Office. Nutzer alternativer Browser wie Firefox haben das Nachsehen. Der zweite Schönheitsfehler: Bei Seiten mit dynamischem Seitenkopf funktioniert der Service auch nicht.

Beispiel www.web.de: Da steht im Kopf des Browsers zu lesen "Web.de - (Datum) - aktualisiert um (Uhrzeit)". Wenn sich Datum oder Uhrzeit ändern - was nun mal passiert - erkennt die überforderte Weichware die Seite nicht mehr.

Äußerst Zeit sparend aber ist das Konten-Management unter Windows XP. Jedes Büro- oder Familienmitglied hat sein eigenes Windows-Konto. Beim PC-Start den Daumen drauf und schon wird aus dem Menü das richtige Profil gestartet.

Auf Grund der hohen Datenmenge, die zum PC geschickt wird, muss die Sensor-Tastatur ans Kabel gelegt werden. Wem das nicht behagt, der kann sich den Sensor als Zusatzgerät kaufen und frei neben seiner kabellosen Tastatur platzieren. Dann ist auch die Bedienung mit der rechten Hand einfacher.

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