Fire TV im Test
Amazons Fernseh-Box hört aufs Wort

Auch wenn der Mund halb voll Popcorn ist: Die Streaming-Box Fire TV versteht Sie. Mit Sprachkommandos wählen Nutzer Filme und Serien. Die Auswahl an Inhalten ist riesig – ohne Amazon geht allerdings wenig.
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FrankfurtEs gibt nicht viele Geräte, die auf mich hören. Mein Computer jedenfalls macht häufig nicht das, was ich gerne möchte. Ganz anders Amazons neue Streaming-Box Fire TV. Was man ihr oder besser ihrer Fernbedienung zuruft, das macht sie: sei es die Suche nach Filmen oder die nach Künstlern oder Genres.

Seit Ende September gibt es das in den USA schon länger verfügbare Unterhaltungspaket auch in Deutschland. Es ist ein weiterer Baustein des Online-Giganten im Wettstreit um Marktanteile im stark wachsenden Markt mit so genannten Streaming-Angeboten, also der „Live-Übertragung“ von Audio- und Videosignalen auf Geräte wie Smartphones, Tablet-Rechner oder eben auch Fernseher. Zuletzt hatte Amazon deshalb für knapp eine Milliarde Dollar das Startup Twitch gekauft, eine Firma, die auf das „Streamen“ von Spielszenen aus Computerspielen spezialisiert ist. Amazon kämpft im Streaming-Markt mit potenten Rivalen wie Apple, Google, Netflix und demnächst auch HBO.

Die Sprachsteuerung ist das wohl genialste Feature an der Fire-TV-Box, vor allem weil sie tatsächlich funktioniert. Mühsames Anlernen an die eigene Sprache entfällt. Selbst den mit halbvollem Mund genuschelten Suchbegriff meines Sohnes setzt das handliche Gerät korrekt um – beeindruckend.

Auch insgesamt ist die Handhabung der Box äußerst simpel. Amazon konfiguriert das Gerät für den Nutzer vor, ein langwieriges Eingeben der persönlichen Nutzerdaten entfällt. Auspacken, an den Fernseher anschließen und los geht es. Eigentlich. Denn etwas Entscheidendes fehlt dem Set dann doch: das erforderliche HDMI-Kabel. Wer davon keines zu Hause herumliegen hat – und das soll ja vorkommen – darf seine Vorfreude noch etwas länger genießen. Der muss erst eines kaufen, vielleicht über den beschleunigten Lieferservice Prime bei Amazon.

Denn den sollte man eh abonniert haben. Sonst wird es erheblich teurer. 99 Euro statt 49 Euro kostet die Box ohne Prime-Mitgliedschaft. Und auch die recht umfassende Film-Bibliothek gibt es ohne Prime nicht weitgehend kostenlos.

Sei’s drum, ein Nachbar hat noch ein passendes Kabel und wir können loslegen. Direkt beim Start verlangt die Box nach den Daten für das private Wlan-Netz. Dazu muss man sich zwar mühsam mit der Fernbedienung durch das Alphabet auf dem Bildschirm arbeiten. Aber das war es dann auch schon mit der heute archaisch anmutenden virtuellen Tastatur, die  viele Fernseh-Hersteller  bis heute nutzen.

Dann startet ein System-Update – was auch sonst. Das kann ein wenig dauern, und es kann sein, dass sich die Box bei der Installation aufhängt. Mir passiert das natürlich prompt – aber das ist keine große Sache: die Box kurz vom Strom trennen neu starten und die Installation geht weiter.

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Maxdome und Netflix laufen nicht

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  • Außer fürs teure Prime Instant Video nicht wirklich zu gebrauchen. Zocken wird damit wohl nicht wirklich jemand. Dazu: USB nicht für Speichermedien nutzbar, kein Abspielen von lokalen Medien oder Anschluss ans Heimnetzwerk nicht ohne Umweg möglich, kein Browser, aktuell nicht rootbar, stark beschränkte App-Auswahl etc. etc.

    Da bleibe ich lieber bei meiner 4K Android 4.4 TV Box (Orbsmart S82). Die ist nicht komplett auf das Amazon-Angebot zugeschnitten und XBMC & Netflix ist auch schon vorinstalliert.

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