Fitbit Charge 2 im Test
Bitte nicht atemlos durch den Tag!

„Sei ruhig und atme tief“: Was nach Yoga klingt, ist ein Entspannungsprogramm des neuen Fitbit-Modells Charge 2. Der Marktführer hat seinen Fitness-Tracker weiterentwickelt – neben Schritten zählt auch die Atmung.
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Runter vom Stuhl, rauf auf den Bürgersteig oder die Treppe: Fitness-Tracker ermahnen regelmäßig zu mehr Bewegung. 10.000 Schritte am Tag, so das nicht unumstrittene Versprechen, machen das Leben gesünder. Das Charge 2 von Fitbit, der Nachfolger des Bestsellers Charge HR, wartet angesichts dessen mit einer ungewohnten Funktion auf: Der „Relax“-Modus soll dem Träger ein paar Minuten Entspannung verschaffen. Er steht stellvertretend für die neue Generation: Die ist nicht revolutionär, aber sinnvoll weiterentwickelt, wie ein Test zeigt.

Apple, Samsung & Co. imitieren mit dem Design ihrer Smartwatches klassische Uhren. Dem Charge 2 ist dagegen die Herkunft als Fitness-Gerät anzusehen: Mit dem eckigen Design und dem Gummiarmband ist es eher zweckmäßig als schick, verträgt dafür aber immerhin Schweiß und Spritzwasser (was bei der smarten Konkurrenz allerdings auch durchaus üblich ist). Zumindest sieht das Gerät deutlich besser aus als der gummihafte Vorgänger und fällt nicht negativ auf, weder beim Sport noch beim Geschäftsessen. Wer es schicker mag: Es gibt unterschiedliche Gehäusevarianten und farbige Armbänder.

Die meisten Fitness-Tracker zeigen nur wenige Informationen an. Wer Details über zurückgelegte Strecken oder verbrannte Kalorien wissen will, muss das Smartphone zücken und die App öffnen. Hier setzt Fitbit beim Charge 2 an, dessen OLED-Bildschirm viermal so groß ist wie beim Vorgängermodell. Mehr Platz als eine Briefmarke bietet er auch nicht, aber das reicht aus, um in der Standardansicht Uhrzeit, Datum und Schrittzähler mitzuteilen.

Weitere Informationen und Funktionen rufen Nutzer auf, indem sie auf den Knopf an der Seite drücken, ein kräftiges Tippen auf die Anzeige ruft Unterpunkte auf. Ähnlich wie bei den meisten Smartwatches ist das Display nicht permanent eingeschaltet. Nur so lässt sich auch die beträchtliche Akkulaufzeit von sechs bis sieben Tagen erreichen. Stattdessen reagiert es auf Drehungen des Handgelenks. Die typische Drehbewegung beim Blick auf die Uhr lässt das Bild allerdings nicht zuverlässig erscheinen, da muss man oft mit einem Knopfdruck nachhelfen.

Auf dem Bildschirm wird standardmäßig zuerst die Schrittzahl angezeigt – dafür ist Fitbit schließlich bekannt. Die Zählung funktioniert zuverlässig, signifikante Abweichungen sind beim mehrwöchigen Test nicht aufgefallen. Ist das Gerät mit dem Smartphone gekoppelt, bestimmt es auch die zurückgelegte Strecke halbwegs genau, je nachdem, wie gut der GPS-Empfang ist. Im Essener Stadtwald funktioniert das deutlich schlechter als auf einer ebenen Strecke an der Ruhr. Einen eigenen Positionsmelder hat das Charge 2 nicht.

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