Flexible Arbeitsplätze
Das Büro in der Westentasche

Mit der Verbesserung der Technik wächst auch die Flexibilität, mit der die Menschen ihre Arbeit ausführen können. Mobile Computer und ausgefeilte Software befreien uns vom Schreibtisch.

FRANKFURT. Sie ist das Sinnbild für die Bürokraft der Zukunft schlechthin. "Virtuelle Margaret" nennen sie ihre Kollegen beim US-amerikanischen IT-Konzern Cisco liebevoll. Virtuell, weil Margaret eigentlich nie da ist, obwohl sie es doch ist.

Vor gut zwei Jahren feierte Margaret ihren großen Durchbruch. Als Assistentin des Cisco-Forschungschefs Marthin De Beer zählte sie zu den ersten Mitarbeitern des Konzerns, die nicht jeden Tag persönlich an ihrem Schreibtisch sitzen müssen, sondern ihren Job fernab per Informationstechnologie erfüllen.

Möglich wurde das durch das Videokonferenzsystem "Tele Presence", das Cisco entwickelt hat. Auf einem riesigen Plasmabildschirm ist Margaret an ihrem Schreibtisch in der Cisco-Zentrale in Lebensgröße präsent, Bild und Ton kommen ohne jegliche Verzögerung. Telefonate werden auf ihren Apparat im fernen Texas umgeleitet, alle übrigen Arbeiten sind bequem per Rechner zu erledigen.

Auch wenn sich das Modell bis heute noch nicht in der Breite durchgesetzt hat: es zeigt, wohin sich unsere Arbeitswelt entwickelt. Informationstechnologie wird immer wichtiger. Wer sich nicht auskennt, wird abgehängt.

"Die neuen Technologien werden unsere Arbeitsumgebung massiv verändern", prognostizierte Henning Kagermann, der Vorstandsvorsitzende des Walldorfer Softwarekonzerns SAP, vor einiger Zeit im Gespräch mit dem Handelsblatt. Auch wenn die aktuelle Krise einige IT-Projekte zurückwerfen sollte, die Aussage des SAP-Chefs hat an Gültigkeit nicht eingebüßt.

Gerade SAP ist dafür ein gutes Beispiel. Wurde die Firmensoftware aus Walldorf früher ausschließlich von einigen wenigen Mitarbeitern in der Administration benutzt, wandern die Anwendungen zunehmend in alle Bereiche eines Unternehmens. Ein Vertriebsmitarbeiter, der früher nach einem Kundenbesuch ein schriftliches Protokoll machen musste, fasst seine Ergebnisse heute direkt auf dem Laptop zusammen, und zwar oft gleich in einem SAP-System. Künftig kann ein Mittelständler von seinem mobilen Rechner - kombiniert mit einem leistungsfähigen Mobiltelefon oder Smartphone - sogar sein gesamtes Unternehmen steuern.

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