Fujis neue mit sechs Megapixel-Chip Die Leistung der E550 stimmt

Am 28. September ist es wieder so weit. Die Jünger der analogen und digitalen Fotografie pilgern wieder nach Köln zur Photokina, der unumstrittenen Weltmesse der Fotografie. Und sie werden diesmal so ziemlich auf alles schauen, nur nicht mehr auf die Megapixelangabe.
Fujifilm E550

Fujifilm E550

HB DÜSSELDORF. Denn zwischen drei und sechs Megapixel sind heute Standard und acht Megapixel keine Seltenheit. Deshalb kann man sich getrost auf andere Details konzentrieren. Auf was, das wollen wird an Hand der neuen Fuji E550 einmal aufzeigen, die wir aus der Masse der neuen Kameras ausgewählt haben.

Als Erstes natürlich die Bildqualität. Das neue Flaggschiff der Consumerkameras von Fuji wartet mit einem 6-Megapixel-Chip auf. Das liegt am oberen Ende der aktuellen Skala, die bis gut 8 Megapixel reicht. Fuji verwendet eine eigene Technologie, bei der die übliche diagonale Pixelanordnung der Zeilen-CCDs um 45 Grad gedreht wurde. So wurde eine versetzte Konfiguration mit großen, achteckigen Photodioden erzielt, die ein gute Lichtausbeute ermöglichen.

Dieses Jahr nun wurde nicht die Pixelzahl erhöht, sondern die Empfindlichkeit des Chips. Das Ergebnis: weniger Farbrauschen und ein erweiterter Empfindlichkeitsbereich von jetzt Iso 80 bis 800.

Ein großer Iso-Bereich hilft, die Bildqualität bei schwierigen Aufnahmeverhältnissen zu verbessern. Früher haben wir ja auch die Filme möglichst optimal ausgewählt. Das Objektiv: Die E550 kommt mit einem 4fach optischen Zoom mit einem Brennweitenbereich von 7,2 bis 28,8 mm. Das klingt wenig, muss man aber auf Kleinbildformat umrechnen, um einen Vergleich zu haben. Bei der Chipgröße der Fuji ergibt sich da 32,5 mm bis 130 mm. Bei der E550 haben wir damit gutes Mittelmaß in der langen Brennweite und liegen gut im Weitwinkelbereich. Wer viel mit dem Tele fotografiert, sollte ab rund 200 Millimeter Brennweite auf einen optischen Bildstabilisator achten, wie ihn unter anderem Panasonic anbietet. Die E550 hat (und braucht) noch keinen Stabilisator.

Der optische Sucher: Er hilft Strom sparen, wenn man ihn an Stelle des eingebauten LCD-Displays zur Motivauswahl nutzen kann. Der Sucher der E550 zeigt nur knapp 80 Prozent des tatsächlichen Bildes. Das geht auch deutlich besser. In der Weitwinkeleinstellung ragt zudem das Objektiv unten rechts in den Sucher hinein. Das ändert nichts an der Bildqualität, stört aber. Brillenträger sollten auf einen Dioptrienausgleich schauen. Bei der Fuji fehlt er.

Das Display: Hier zählt nicht nur die Auflösung, sondern auch Kontrast und die Ablesbarkeit bei Tageslicht im Freien. Hier gibt es große Unterschiede. Es lohnt sich, seine Wunschkamera vor dem Kauf einmal mit auf die Straße zu nehmen.

Der Blitz: Immer noch ein leidiges Thema. Der eingebaute, sensorgesteuerte Automatikblitz der E550 reicht bis ungefähr 4,5 Meter. Einen zusätzlichen Blitzschuh für einen stärkeren Blitz gibt es nicht. Schade.

Auslöseverzögerung: Hier hat sich im letzten Jahr bei eigentlich allen Herstellern viel getan. Die E550 ist praktisch sofort nach dem Drücken des "Power"-Knopfs aufnahmebereit, und auch die früher übliche "Gedenkminute" nach dem Drücken des Auslösers ist verschwunden. Die Top-Zeiten gelten aber immer nur bei guten Lichtverhältnissen. Der schwierige Prozess der Autofokus-Einstellung dauert umso länger, je schlechter das Licht ist.

Automatik und manuell: Neben festen Programmen erlauben viele Kameras - wie die E550 - manuelle Bildbeeinflussung zum Beispiel durch Blendenvorwahl. Beim Testgerät war dies durch einfachen Tastendruck möglich, ohne sich durch Menüs durchhangeln zu müssen.

Ergonomie und Menüführung: Das ist oft Geschmackssache. Da hilft nur ausprobieren. Die E550 liegt dank ihres wuchtigen Batteriefachs gut und fest in der Hand, alle Bedienelemente sind gut erreichbar. Das Metallgehäuse macht einen stabilen Eindruck, in Ruheposition ist das Objektiv sicher durch eine Abdeckung geschützt. Details, auf die man auch achten sollte. Ein klassisches Wählrad auf der Kameraoberseite dient der Motiv- und Programmauswahl. Schön: Der oft benutzte Umschalter zwischen Aufnahme- und Betrachtungsmodus ist in einen eigenen Schieberegler neben dem Display gewandert. Der Datentransfer mit einem Windows-PC war per USB 2.0-Port kein Problem.

Einfaches Drucken: Die Fuji ist kompatibel zum Pict-Bridge-Standard. Entsprechende Drucker können sofort ohne lästiges Hochfahren des PC angesprochen werden. Wer das einmal gemacht hat, möchtes es nicht mehr missen.

Fazit: eine Kamera mit einem runden Leistungsspektrum zu einem guten Preis. Wer die E550 selber mal ausprobieren will, kann das auf der Photokina übrigens machen. Gegen Vorlage des Personalausweises kann sich jeder Besucher eine E550 ausleihen und hinterher sogar am Stand die Bilder als Standardgröße ausdrucken lassen. Oder als Postkarten zum Verschicken für die Lieben daheim. Mit vielen Grüßen aus Köln.

Eckdaten der Fuji Finepix E550

Typ: Digitalkamera

Sensor: 1/1,7 Zoll Super CCD (HR), 6 Mill. eff. Pixel

Display: 2"Zoll TFT, 154 000 Pixel

Objektiv: 4-fach optischer Zoom, 32,5 mm bis 130 mm (bezogen auf 35 mm Kleinbild)

Belichtungssteuerung: 64-Zonen TTL-Messung (Durchschnitt, Spot, Multi)

Direktdruck: PictBridge-Kompatibel

Wechselspeicher: xD-Picture-Card

Foto-Dateiformate: JPEG (Exif Ver 2.2), CCD-RAW

Video-Dateiformate: AVI (Motion JPEG)

Preisempfehlung: 449 Euro

Internet: www.fujifilm.de

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