Fußball-WM 2006
Handynetze halten Fan-Ansturm stand

Bisher halten die Handynetze dem Massenansturm von Fußball-Begeisterten weitgehend stand, die WM-Vorbereitungen der Mobilfunkbetreiber zahlen sich damit aus. Nur selten mussten Fans in den Stadien oder vor Großleinwänden auf ein Handygespräch verzichten.

HB FRANKFURT. Vor der WM hatten die Mobilfunkbetreiber ihre Kapazitäten deutlich erhöht. „An den WM-Spielstätten haben wir sie bis auf das Vierfache eines ausverkauften Stadions gesteigert“, sagt T-Mobile-Sprecher Philipp Schindera. „Teilweise gab es jahrelange Vorarbeiten.“ „Wir haben alle Stadien und Orte mit Großleinwänden aufgerüstet“, sagt auch Vodafone-Sprecher Jens Kürten. Mobile Sendestationen unterstützen dabei die Leistung ihrer Sendemasten.

Dass solch ein Aufwand nötig ist, zeigen die Zahlen. Beim Eröffnungsspiel in München nutzten rund um das Stadion viermal mehr Menschen ihr Handy als an einem Bundesligaspieltag. „Die Spitze liegt jeweils in den ein zwei Stunden vor und nach dem Spiel, nicht währendessen“, erklärt Kürten.

„Man hört nur sehr vereinzelt von Netzüberlastungen“, sagt Wolfgang Boos von der Telekommunikations-Fachzeitschrift „Connect“. Ein erster Test der Zeitschrift ergab, dass die Unterschiede zum Normalzustand minimal sind. „Der Rufaufbau dauert vielleicht einen Tick länger“, sagt Boos. „Aber das bewegt sich absolut noch in dem Rahmen, in dem es von Kunden akzeptiert wird.“

Vereinzelt brechen die Netze dennoch zusammen. „Beim Massenansturm auf das Fanfest im Münchner Olympiapark gab es lokale Engpässe“, sagt O2-Sprecherin Christine Knoepffler. „Bei Großveranstaltungen kann es immer mal vorkommen, dass ein Gespräch abbricht oder man noch einmal wählen muss, bevor eine Verbindung zustande kommt“, sagt auch Schindera von T-Mobile.

Mit Messrucksäcken testen von „Connect“ angeheuerte Spezialisten das Netz in 16 großen deutschen Städten. Endgültige Ergebnisse will die Zeitschrift nach der WM veröffentlichen.

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