Gadget der Woche: Ein Bildschirm zum Anziehen

Gadget der Woche
Ein Bildschirm zum Anziehen

Einmal pro Woche präsentiert Handelsblatt Online Schönes, Nützliches oder Kurioses aus der Welt der Technik als Gadget der Woche. Wie den Bildschirm zum Anziehen, den ein Tüftler aus Arizona entwickelt hat.
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Auffallen um jeden Preis – dieses Motto hat ein Tüftler aus Arizona wörtlich genommen. Rund 20.000 Dollar investierte er in ein selbst gebasteltes T-Shirt mit integriertem Bildschirm. 14.400 Leuchtdioden heftete David Forbes an das Shirt – das reicht für eine Auflösung von 120 x 160.

Zwar bietet heutzutage jedes Billig-Smartphone mehr – doch ein Hingucker ist der tragbare Bildschirm dennoch. Den ersten Protoypen nannte Forbes noch „den weltweit schlechtesten Fernseher“ – und großen Tragekomfort bot das 23-Kilo-Monster auch nicht.

Im Vergleich dazu ist der nun aktuelle Nachfolger mit 3,6 Kilo geradezu ein Leichtgewicht. Mithilfe von Leuchtdioden und flexiblen Schaltkreisen gelang Forbes die Realisierung eines kleinen Displays, das er schließlich zur Massenfertigung an einen Fabrikanten übermittelte. Das analoge Videosignal seines iPod touch dient als Bildquelle. Das Video wird mit dem im T-Shirt eingebautem Chip auf die richtige Größe skaliert.

Auch an den Ton hat Forbes gedacht: Weil sich die zunächst genutzten Lautsprecher als zu leise herausstellten, leitet der Ingenieur das Ton-Signal auf von ihm entwickelte Fahrrad-Boxen um. Die Batterien finden in den Hosentaschen Platz - und speisen den tragbaren Bildschirm zwischen 90 und 120 Minuten lang. Sechs Monate benötigte der Tüftler nach eigenen Angaben für die Fertigstellung des Bildschirm-Shirts.

Flughafen-Panne macht Gadget bekannt

Richtig bekannt wurde die Erfindung erst durch einen Zwischenfall am Flughafen. Das mit Drähten vollgestopfte T-Shirt erregte den Argwohn der Sicherheitsleute am Airport Detroit. Fluggäste hatte die Sicherheit über die verdächtig scheinenden Drähte an dem ungewöhnlichen Kleidungsstück informiert.

Bedenken konnte Forbes aber schnell zerstreuen - mit einer Demonstration seines Technik-Wunderwerks. Dem Flughafen-Personal führte er einen Ausschnitt aus der Cartoon-Serie „Die Simpsons“ vor, um sie vom harmlosen Charakter seiner Erfindung zu überzeugen und durfte dann nach Hause fliegen.

Pläne, das Gadget auf den Markt zu bringen, hat der Tüftler bislang nicht – und das hat einen echten Vorteil: Mit diesem T-Shirt ist David Forbes derzeit einzigartig.

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