Galaxy S3: Samsung bläst zum Angriff auf das iPhone

Galaxy S3
Samsung bläst zum Angriff auf das iPhone

Samsung schickt ein „menschliches“ Gerät in den Kampf gegen Apples iPhone: Das neueste Smartphone soll seine Besitzer voll und ganz verstehen. Es reagiert auf Sprachbefehle und erkennt, wenn man es anschaut.

LondonBlau und weiß - diese Farben auf der Einladung zur Präsentation der neuen Samsung-Produkte waren kein Zufall, ebenso wenig wie bei der Dekoration des Londoner Earl's Court, einer Konzert- und Messehalle im Westen der britischen Hauptstadt. Denn in blau und in weiß kommt das lang erwartete internetfähige Mobiltelefon auf den Markt, das der südkoreanische Elektronikkonzern dort am Donnerstag Abend enthüllte: das Galaxy S3.

„Es gab viele Gerüchte im Vorfeld der Veranstaltung“, sagte JK Shin, Präsident der Samsung-Mobilfunksparte, gleich zur Begrüßung der vielen Technikanhänger, die Samsung nach London eingeladen hatte, „einige Gerüchte sind wahr, andere nicht.“

In vielen Punkten lagen die Experten aber richtig, die bereits Wochen im Vorfeld die kärglichen Informationen und geheimnisvollen Andeutungen des Konzerns zu deuten versuchten und jeden kleinsten Hinweis hin- und herwendeten.

Das Galaxy S3 ist der neueste Rivale von Apples iPhone und das Gegenstück zu dem neuen Modell des US-amerikanischen Konzerns, dessen Markteinführung Branchenbeobachter im dritten Quartal dieses Jahres erwarten. Bereits in den vergangenen zwölf Monaten ist es Samsung gelungen, den jahrelangen Branchenführer im Handygeschäft Nokia vom Thron zu stoßen und auch Apple Marktanteile abzujagen.

Insgesamt hat Samsung nach Angaben der Marktforscher von IDC im ersten Quartal dieses Jahres 42 Millionen Smartphones verkauft. Rivale Apple kam IDC zufolge lediglich auf gut 35 Millionen Stück. In Sachen Profitabilität hat der amerikanische Hersteller aber die Nase vorn. Apple weist regelmäßige operative Gewinnmargen von mehr als 40 Prozent auf, Samsung kommt lediglich auf knapp 20 Prozent.

Das hat vor allem einen Grund: Samsung hat ein breites Angebot an Mobiltelefonen. Es stellt Billiggeräte für Entwicklungsländer her, ebenso wie Smartphones für anspruchsvollere Kunden. Apple konzentriert sich dagegen lediglich auf den lukrativen und äußerst wachstumsstarken Smartphone-Markt.

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