Gamestage Berlin
Deutsche Computerspiel-Macher setzen auf das Gratis-Prinzip

Viele Entwickler setzen auf kostenlose Online-Spiele. Bei den Deutschen Gamestagen in Berlin tauschen sie sich darüber aus, wie sich so Geld verdienen lässt. Dass es geht, haben hiesige Unternehmen bereits bewiesen.
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Berlin„Silent Hunter“ ist ein Klassiker. Der erste Teil der Computerspiel-Reihe kam 1996 auf den Markt, seitdem haben sich die verschiedenen Titel mehr als zwei Millionen Mal verkauft. Trotz dieses Erfolgs bringt Hersteller Ubisoft die U-Boot-Simulation jetzt gratis heraus: Auf den Deutschen Gamestagen kündigte der französische Konzern an, dass seine Tochterfirma Blue Byte eine kostenlose Online-Version entwickelt. Alles, was Nutzer für „Silent Hunter Online“ brauchen, ist ein PC mit Internet-Verbindung. Damit liegt der Konzern voll im Trend, wie die Konferenz in Berlin zeigte.

„Free to play“ nennt die Branche das Konzept: Die Titel sind grundsätzlich kostenlos; zahlen müssen Spieler, die tiefer einsteigen oder sich lästige Aufgaben sparen wollen. Ob es um das schnellere Beackern eine Feldes auf dem virtuellen Bauernhof geht oder eine schickere Rüstung in einem Fantasy-Szenario: Meist fließen Kleinbeträge - die sich im besten Fall aber zu Millionen-Umsätzen summieren.

Dass dieses Geschäftsmodell funktioniert, zeigen deutsche Anbieter wie die Hamburger Spieleschmiede Bigpoint, die mittlerweile Büros in aller Welt hat. Wooga, ein Berliner Startup, erreicht mit seinen Spielen auf Facebook Millionen von Nutzern. Daneben gibt es viele kleinere Anbieter, die derzeit rasant wachsen. Auch die Großen der Branche kommen daran nicht vorbei, wie Ubisoft exemplarisch mit „Silent Hunter Online“ und dem bereits gestarteten „Siedler Online“ zeigt. Beide werden übrigens von der deutschen Tochter Blue Byte entwickelt.

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