Garmin Varia Vision im Test
Radfahren wie ein Cyborg

Rundum vernetzt waren wir mit dem Rad unterwegs und das smarte Garmin-Gadget Varia Vision half dabei, Gefahren zu erkennen und Autos im Auge zu behalten, die sich von hinten näherten. In die Pedale treten wie ein Cyborg.

KölnWie schnell bin ich gerade? Was sagt mein Herzschlag? Wann kommt der nächste Berg und wie viele Autos fahren gerade hinter mir? Alles im Blick: Mit dem Varia Vision an der Sonnenbrille soll sich der Blick auf den am Lenkrad klemmenden Radcomputer oder die Smartwatch am Handgelenk in Zukunft erübrigen. Volle Fahrt voraus. Garmin, der Schweizer Hersteller und Experte im Bereich der Navigation, will Fahrradfahrern mit seinem smarten Gadget Varia Vision dabei helfen, wichtige Trainingsdaten zu fokussieren, rechtzeitig Gefahren zu erkennen und Autos im Auge zu behalten, die sich von hinten nähern. Die Vernetzung hat längst auch bei den Drahteseln eingesetzt. In die Pedale treten wie ein Cyborg - wir haben den Selbstversuch gewagt.

Wer die Digitalisierung des Fahrrades hautnah erleben möchte, muss zunächst allerdings viel Geld hinblättern. Denn nutzen lässt sich das 399,99 Euro teure Gadget nur, wenn es mit einem kompatiblem Gerät wie beispielsweise dem GPS-Fahrradcomputer Garmin Edge 1000 (549 Euro), dem Varia Radar (299 Euro) oder einer GPS-Smartwatch (ab 250 Euro) von Garmin gekoppelt ist, das dann die entsprechenden Informationen an das Varia-Display überträgt. So viel Hightech hat natürlich ihren Preis – lohnt sich das überhaupt und wenn ja, für wen?

Die Montage der ganzen Gerätschaften ist übrigens kinderleicht. Angebracht wird das 28 Gramm leichte Brillendisplay (Abmessungen: 60x19,7x19,8mm) mit Touch-Bedienfeld und 428x240-Pixel-Anzeige, die über einen integrierten Umgebungslichtsensor verfügt, mit kleinen Gummis und einer Halterung am Brillenbügel. Fashion-Tipp: Richtig sportlich wirkt das Varia Vision nur an einer ordentlichen Fahrradbrille. Bewahren Sie sich Ihre Ray Ban also lieber für den Strandspaziergang in Saint-Tropez auf.

Bevor es allerdings aufs Bike und raus auf die Straße gehen kann, muss das Gadget noch kurz aktiviert, aktualisiert und aufgeladen werden. Zum Aufladen – der Akku hält übrigens bis zu 8 Stunden lang – gibt es mehrere Optionen. Entweder Sie stecken das Varia Vision über das beigelegte Kabel in die Steckdose oder Sie verbinden es über die USB-Schnittstelle mit ihrem Rechner. Das dürfte alleine auch deswegen schon ganz praktisch sein, weil Sie das Gerät hierüber aktivieren, sobald Sie sich ein Profil bei Garmin Connect angelegt haben.

Das ist die entsprechende Online-Trainingsplattform von Garmin (Freeware), mit der sich Ihre Sport- und Fitness-Aktivitäten auswerten und die Geräte auf den neuesten Stand bringen lassen. Außerdem brauchen Sie die (ebenfalls kostenlose) Software Garmin Express, die es auf der Herstellerseite zum Download gibt, um ihre Trainingsdaten hochzuladen oder programmierte Trainingseinheiten von Garmin Connect auf Ihr Gadget zu schicken.

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